Rio Iguacu Ouro Preto Amazonas Sao Luis Salvador

Rio


Nach Ankunft in Rio sind wir als erstes per Jeep zum Corcovado gefahren. Auf dem Weg dorthin lohnt eine Fahrt mit der Straßenbahn ins sehr urige Viertel Santa Maria. Die Straße zum Corcovado führt durch tropischen Regenwald und die Aussicht von oben ist grandios. Unbedingt machen, wenn es wolkenfrei ist.
Am nächsten Tag sind wir nach einer kleinen Stadtbesichtigung zum Zuckerhut gefahren. Abends lauern zahlreiche Fotografen an den besten Plätzen und hoffen auf einen schönen Sonnenuntergang.

Im Zentrum gibt es einige schöne Bauwerke und das Leben pulsiert. Leider blieb uns nicht genügend Zeit alles anzuschauen, da es früh dunkel wird.
Mit dem Service von H. Stern wird man von den Hotels gratis zur Schmuckfabrik gebracht. Wir nutzten diesen Service, flitzten einmal durch die Firma und schauten uns dann das Stadtviertel an. Der Botanische Garten ist nicht weit von dort.
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Iguacu

Wir wohnten im Hotel Carataras direkt an den Iguacu-Wasserfällen.
Das Hotel dort ist klasse und durch die Lage kann man natürlich jederzeit zu den Fällen schlendern. Nachts wird man vom Rauschen in den Schlaf gesungen und ein Shuttlebus fährt regelmäßig zum Parkausgang, falls man in die Stadt fahren möchte.
Die Natur ist überwältigend. Die Wasserfälle sind ca. 4 km breit und sie bestehen aus mehr als 270 Einzelwasserfällen. Auf dem Weg zu den Fällen begleiteten uns zahlreiche Schmetterlinge und wir entdeckten die ersten exotischen Vögel. Es gibt in den umliegenden Wäldern ca. 1100 verschiede Vogelarten und über 700 verschiedene Schmetterlinge, die einem gleich bei der Fahrt zu den Fällen auffallen.
Die brasilianische Seite der Wasserfälle bietet das bessere Panorama und auf der argentinischen Seite ist man ganz nah dran. Leider haben wir die Bootsfahrt in Argentinien versäumt. Ist im Eintrittspreis enthalten!

Die Nasenbären sind ziemlich frech und man sollte auf alles Essbare, was man bei sich trägt, gut aufpassen. Ansonsten sind diese Tiere aber ganz putzig!
Es gibt bei den Wasserfällen lästige kleine Fliegen, deren Stiche man leider erst am folgenden Tag bemerkt, aber dafür dann eine Woche lang, weil sie fürchterlich jucken. Wir hätten uns rechtzeitig einschmieren sollen.


Sehr lohnend war eine geführte Tour in den angrenzenden Dschungel. Alleine darf man dort nicht hinein, und mit Führung ist es sowieso doppelt interessant. Marcello erklärte uns die verschiedenen Pflanzenarten, spürte Vögel auf und lehrte uns viel über das Leben im Dschungel.
Die Tour bestand aus Mountainbike fahren, wandern, Jeep und Boot fahren und einem freiwilligen Kajakausflug. Wirklich sehr informativ und absolut empfehlenswert. Wir entdeckten auch verschiedene Arten von Echsen und Alligatoren.

Sehenswert ist auch der Vogelpark am Parkeingang. Dort kann man die schönen Tucane aus der Nähe ablichten und zwei davon ließen sich sogar streicheln.
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Ouro Preto

Ouro Preto ist ein wirklich schickes Barockstädtchen in dem es viele steile und verwinkelte Gassen gibt. Nach den tropischen Temperaturen im Süden ist das Klima hier sehr erholsam, da die Stadt auf über 1600 m liegt.
Es gibt noch andere schöne Städte in der Umgebung und wir schauten uns Mariana an.
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Amazonas

Das Leben am Amazonas ist Brasilien pur. Genau so stellt man sich das Land vor und die Guides in den Lodges an den Zuläufen des Amazonas geben sich die größte Mühe, alles perfekt zu gestalten.
Man kann mehrtägige Ausflüge in Lodges an den oberen Zuläufen des Amazonas buchen und von dort erkundet man Fluss und Dschungel per Boot oder zu Fuß auf geführten, sehr erlebnisreichen und interessanten Touren. Das Ausflugsprogramm beinhaltet die komplette Verpflegung und man sollte solch eine Tour auf keinem Fall auslassen.

Manaus
Wir flogen mit gemischten Gefühlen nach Manaus: Tropisches Klima, wilde Tiere und Moskitos, die Krankheiten übertragen. Was uns so genau erwartete, wussten wir nicht, aber schon in Manaus war man von einer auf die andere Minute mittendrin.
Manaus - Teatro Amazonas
Als erstes schauten wir uns das berühmte Opernhaus mitten im Dschungel an. Hier saßen im 19. Jahrhundert die Kautschukbarone und schmissen das Geld in vollen Zügen zum Fenster raus. Die Wäsche ließen sie in Lissabon (!) waschen.
Sehenswert sind auch die Markthallen. Noch sehr ursprünglich und es erwarten einen riesige LKW-Ladungen Bananen, Melonen und dergleichen. Tolle Atmosphäre.

Abends sind wir zu der Stelle rausgefahren, an der Rio Solimoes und Rio Negro zusammenfließen und ab hier heißt der Fluss dann Amazonas. Wir sind in einem kleinen Boot zum Zusammenfluss gefahren und so konnte man mit der Hand im Wasser den Übergang der Flüsse genau spüren. Der Rio Negro ist ca. 5 °C kälter und deshalb vermengen sich die Flüsse erst nach Kilometern. Besonders schön sieht man das vom Flugzeug aus.
Man fliegt nach Manaus mehrere Stunden über dichten Regenwald und die Größe dieses Gebiets ist kaum vorstellbar.

Die Lodge
Unsere Lodge Poussada Amazonia im Urwald lag ca. 40 km entfernt von Manaus flussaufwärts an einem kleinen Nebenfluss des Rio Negro. Wir fanden diesen kleinen Nebenfluss noch viel reizvoller als den Hauptstrom, da man kaum anderen Bootstourismus sieht. und da er kälter als der Rio Solimoes ist, gibt es dort weniger Moskitos.
Am ersten Tag machten wir eine Tour mit dem Boot zu einem schönen Platz, an dem man große Wasserlilien sah und Vögel beobachten konnte. Unser Bootsführer Mr. Nelson zeigte uns Wurzeln in denen man Trinkwasser finden kann und unser Guide Fabio stocherte in irgendwelchem Wurzelwerk herum, um Vogelspinnen aufzuspüren. Uns war es ganz recht, dass er keine fand.

Am Abend dann das Highlight. Unsere Guides banden ein Stück Fleisch an eine Angelroute und wir fischten damit Piranhas. Nach anfänglichen Schwierigkeiten hatten wir den Bogen raus und zogen einen nach dem anderen aus dem Wasser. Es wimmelte unter unserem kleinen Boot nur so von den gefräßigen Fischen. und sobald das Fleisch im Wasser war, zuckte es an der Angel.
Nachdem Fabio dann auch noch einen kleinen Kaiman mit der bloßen Hand fing und ihn durch ein paar Streicheleinheiten an einem bestimmten Punkt des Bauches zum Schlafen brachte, hatte uns das Dschungelfieber vollends gepackt.
Wir strahlten in der Dunkelheit mit einem starken Scheinwerfer vom Boot aus das Ufer an und auf diese Weise sah man sofort, wo Kaimane waren, da ihre Augen orangefarben aufleuchteten. Es funkelte praktisch alle paar Meter und wir waren froh, im Boot sitzen zu dürfen. Das starke Licht zog leider auch unzählige Insekten an und man sollte körperbedeckende Kleidung bei sich haben.


Das Klima am Amazonas ist fürchterlich und man schwitzt ständig. Leider nicht nur ein bisschen - nein, man ist völlig durchnässt und wir waren froh, dass das Hauptfortbewegungsmittel hier das Boot ist. Durch den Fahrtwind ist es alles erträglich. Einen Morgen standen wir sehr früh auf, um den Sonnenaufgang vom Boot aus zu sehen. Sehr beeindruckend und nicht weniger sehenswert waren die rosa Delphine, die neugierig um unser Boot herum schwammen.

Ein zweiter Höhepunkt war der Besuch in einem Indianerdorf, bei dem uns zur Begrüßung ein kleiner Snack in Form von gerösteten Ameisen gereicht wurde. Natürlich lehnten wir höflich ab, genau wie die leckeren Maden am Morgen bei einer Dschungelwanderung. Die Indianer unterhalten hier ein Dorf mit Apotheke, in der selbstgebraute Arzneien aufbewahrt wurden. Es gab ein wenig etwas Viehhaltung und eine Schule mit Büchern in ihrer eigenen Sprache. Sogar ein Lied wurde uns von den Schulkindern vorgetragen.

Man sollte damit rechnen, dass es einmal am Tag kräftig regnet, auch in der Trockenzeit. Wir selbst hatten Glück und es blieb die ganzen 4 Tage trocken. Das hatte zur Folge, dass sich das Ungeziefer umso mehr verbreitete. Eine Moskitoplage hatten wir glücklicherweise nicht und die Zimmer in der Lodge waren recht gut abgedichtet.
Dieses Amazonas-Abenteuer war natürlich das Highlight unserer Reise.
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Sao Luis-Barrerinhas

Sao Luis konnten wir uns leider nur abends anschauen und bekamen das brasilianische Nachtleben mit. Uns gefiel es sehr gut dort. Wer weiß, vielleicht kommen wir irgendwann noch mal her und entdecken die Stadt auf ein Neues.
Wir fuhren weiter nach Barrerinhas, wo uns fantastische Dünenlandschaften erwarteten. Man fährt über eine abenteuerliche Sandpiste mit dem Allradjeep dorthin und muss sich dann in den Dünen zu Fuß zu den Lagunen vorkämpfen. Es ist etwas anstrengend, durch den Sand zu laufen, aber viel mehr machte uns die Hitze zu schaffen. In den Lagunen kann man baden und die Landschaft ist großartig.
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Salvador

Salvador war für uns ein schöner Abschluss der Reise, da man hier Strand und Stadt gut verbinden kann. Die Stadt bietet zahlreiche schöne Bauwerke zum Anschauen und ist afrikanisch geprägt. Gefiel uns sehr gut. Außerdem gibt es unzählig viele Strände, an denen man sich nach einer Rundreise gut noch ein paar Tage Ruhe gönnen kann.
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Kriminalität:

Einen Tag vor unserem Abflug nach Brasilien wurde ein Touristenbus mit Deutschen auf dem Weg zum Flughafen überfallen und ausgeraubt. Uns war etwas mulmig, als wir das lasen und losfuhren, aber natürlich ließen wir uns davon nicht abschrecken. Uns ist in den 3 Wochen nichts passiert und es gab nur 2-3 Situationen, in denen wir dachten, jetzt bleiben die Wertsachen besser im Hotel. Wir waren stets darauf bedacht, in Rio vor Einbruch der Dunkelheit wieder am Hotel zu sein und wenn wir abends weggingen, blieben die Wertsachen natürlich im Hotel. Für diese Tage nahmen wir Einwegkameras mit. Generell: Nie zeigen, dass man Geld hat, Menschenmassen meiden, aber noch mehr abgelegene Straßen und Wohnviertel meiden.
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