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 Schwarzbaer
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Nachts regnet es leider und morgens ändert sich auch nicht viel daran. Wettermäßig der schlechteste Tag unseres Urlaubs, wie sich später herausstellt. Wir gehen zum Visitor Center, um die Fähre Haines-Skagway zu buchen und schauen uns dann den Film über die Gletscherwelt in den Bergen an. Der angestrebte Flug über diese tolle Bergwelt fällt wegen der schlechten Wetterlage leider aus und wir gehen stattdessen in die örtliche Bücherei um eine Stunde im Internet zu surfen. Unsere Abfahrt nach Haines ist am frühen Nachmittag und bald kommt in den Bergen die Entschädigung für das schlechte Wetter: Ein Schwarzbär am Straßenrand, der eifrig den Hang nach Essbarem absucht. Er lässt sich von uns überhaupt nicht stören und so haben wir ausreichend Gelegenheit, neben ihm herzufahren und vom sicheren Auto aus Fotos zu machen. 15 Minuten begleiten wir ihn und zwischendurch wechselt er zweimal die Straßenseite. In der ganzen Zeit kommt kein weiteres Auto vorbei, so einsam ist die Gegend hier in der Vorsaison.
Über eine tolle Passstraße gelangen wir wieder zur Grenze in die USA und die Grenzer machen sich über das Chaos in unserem Auto lustig. Als Silke aussteigt um ihren Pass zu holen, sind sie aber gar nicht mehr so freundlich. Wir hätten gefälligst zu fragen, wenn wir aussteigen möchten.
In Haines regnet es leider wieder und deshalb gehen wir noch mal in ein B & B. Dieses Mal ein typisch amerikanisches Haus bei Leuten, denen es nicht schlecht zu gehen scheint. Riesige Küchentheke und luxuriöse Bäder. Abends fahren wir zum Chilkat River, an dem oft Bären zu sehen sein sollen und im Herbst lassen sich hier ca. 4000 Adler nieder, um Lachse zu verspeisen. Leider sehen wir nur drei Adler und keine Bären, aber das soll sich zum Ende der Reise noch ändern.
ÜN Haines
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 Skagway
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Die Frau des B & B betuppt uns beim Bezahlen um die Steuern. Danach schauen wir uns das Stadt-Fort an und da Boat-Day ist, ist einiges los in der Stadt. In der Fähre müssen wir quer einparken und die Überfahrt ist ruhig und sehr schön. Vor allem bessert sich das Wetter endlich wieder. Nachdem der abhanden gekommene Autoschlüssel wieder auftaucht, stellen wir am Auto fest, dass wir den gar nicht gebraucht hätten, denn das Auto steht auf dem Deck zwar verschlossen, aber mit runtergelassenem Fenster. Gut, dass Alaska so ein friedliches Land ist.
Skagway ist klasse. Alte Holzhäuser aus der Goldgräberzeit und wegen der vielen Kreuzfahrtschiffe (heute drei und jedes deutlich größer als die ganze Stadt) auch jede Menge Touri- und Schnäppchenläden. Wir essen und trinken etwas im ehemaligen Bordell und abends gehen wir ins `98er Musical, wo wir etwas vom Flair der Goldrauschzeit erleben.
ÜN Skagway
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 Glacierbay
 Goldgraeberfriedhof
 Am Wegesrand
 Carcross-Desert
 Emerald-Lake
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Der Campingplatz ist nicht der ruhigste und ab und zu stört ein Zug die nächtliche Ruhe. Kurz entschlossen buchen wir morgens einen Gletscherflug, denn das Wetter sieht viel versprechend aus. Da die Beratung für einen Helikopterflug sehr schlecht ist, entscheiden wir uns für ein Flugzeug Richtung Glacier Bay. Als wir gerade abgehoben sind, erkundigt sich ein Mitpassagier, wo eigentlich sein Gepäck verstaut ist. Frage des Piloten: „Wieso Gepäck, dies ist ein Kurzausflug und nicht nach Juneau!“ Der Typ sitzt tatsächlich im falschen Flugzeug und so machen wir noch einen Zwischenstopp in Haines, wo wir ihn absetzen. Der Flug ist traumhaft und wir fliegen über fantastische Gletscherstraßen auf 3000-5000 m Höhe. Faszinierend, wie sich die Gletscher aneinanderreihen, zusammenfließen und am Ende in einer Wand im Meer enden.
Unsere Weiterfahrt führt uns noch zum Friedhof von Dyea, an dem viele der armen Goldsucher liegen, die den beschwerlichen Weg über den Chilkoot Pass nicht geschafft haben.
Dann geht es über eine Passstraße wieder zur Grenze nach Kanada. Kurz nach der Grenze taucht der zweite Schwarzbär am Straßenrand auf, wieder seelenruhig auf Nahrungssuche und dieses Mal eine ganze Ecke größer als das erste Exemplar. Er verschwindet dann im Wald. In Carcross machen wir kurz Halt für einen Fotostopp an der kleinsten Wüste der Welt und kurze Zeit später stehen wir am Emerald Lake, ein See, der in den schönsten Farben schimmert. Gut, dass das Wetter wieder mitspielt, denn bei Sonnenschein zeigt er seine ganze Farbvielfalt. Um bessere Sicht zu bekommen, schleichen wir uns auf ein Privatgrundstück. Ein mächtiges Anwesen, auf dem Schilder vor der Bulldogge warnen. Dass wir es trotzdem wagen, ist eine gute Entscheidung, denn die Perspektive wird noch wesentlich besser und fördert nsere läuferische Kondition.
Abends Ankunft in Whitehorse, wo wir in der Stadt was essen gehen. An der Lachstreppe, angeblich die längste der Welt, tummeln sich leider noch keine Lachse. Die Stadt hat außer dem schönen Raddampfer nicht viel zu bieten und so fahren wir noch weiter bis Takhini Hot Springs, einem Campingplatz mit heißen Quellen. Um 23:00 Uhr kommen wir an und das ist leider so spät, dass alle Waschgelegenheiten schon verschlossen sind. Wir putzen die Zähne an dem Schlauch, an dem die Wohnmobile ihren Wasservorrat auffüllen.
Wir haben heute so viel gesehen, dass ich noch drei Speicherkarten überspielen muss. Es lebe der Fototank!
ÜN Whitehorse
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