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22.06.2005

Seward

 

Heute fahren wir von Kenai nach Seward und anfangs steht gleich der nächste Elch an einem See. Wir machen ein paar Fotos von den zahlreichen Anglern am Fluss und in Seward fahren dann durch zum Exitgletscher. Der sah auf Bildern gewaltiger aus, aber das liegt wohl daran, dass man nicht zum Fuß gelangt, da der Fluss vom Schmelzwasser zu breit ist.

Im Ort nehmen wir aufgrund des schlechter werdenden Wetters ein B & B bei einer ostdeutschen Auswanderin. Diese hat 1989 „rüber gemacht“ und lebt hier ganz nett in einer der schönsten Gegenden Alaskas. Von ihr bekommen wir den Tipp, morgens einen Berg an der Nordseite zu erklimmen und da uns unsere Mitbewohner aus New Mexico begeistert von der Tour erzählen, nehmen wir es uns für den nächsten Morgen vor. Abends gehen wir im Salmon Bake essen und können den Cesars Salad mit gegrilltem Lachs unbedingt weiter empfehlen.

 

ÜN Seward

23.06.2005

Seward

 

 

Tonsina-Trail
Tonsina-Trail

 

Tonsina Trail
Tonsina Trail

 

Das Wetter hat sich glücklicherweise gebessert und bei Sonnenschein werden wir von unserer Gastwirtin zum unscheinbaren Ausgangspunkt unseres Bergtrails gebracht. Wir klettern die Böschung hinauf und stehen im dichten Wald, vor uns ein steiler, nahezu senkrechter, Anstieg.

Nachdem wir uns hinaufgekämpft haben, erwartet uns ein fantastisches Bergpanorama mit Blick auf Seward und die ganze Umgebung. Die Baumgrenze ist längst überschritten, ein Murmeltier schaut neugierig aus seinem Bau und ein Schneehuhn ist überhaupt nicht begeistert von unserem Besuch, weil ihre Küken nun aufgeschreckt durch die Gegend rennen um Schutz zu suchen.

 

Nach unserer Rückkehr nehmen wir eine Dusche und beschließen dann, den sehr lohnenden Tonsina Trail am Ende der Stadt auch noch abzuwandern, denn dieser ist als eine der schönsten Wanderungen der Region im Reiseführer besonders erwähnt. Wir werden nicht enttäuscht. Zwar schaffen wir das schöne Stück am Meer entlang aus Zeitgründen nicht, aber schon die fantastische Landschaft am Ufer in der Abendsonne hat alle Mühen gelohnt. Unterwegs treffen wir viele laut vor sich her singende Wanderer, die so die Bären fern halten wollen. Uns begegnet während unserer Wanderungen glücklicherweise nie einer.

 

ÜN Seward

24.06.2005

Seward

 

 

Whalewatching
Whalewatching

 

 

Aialik-Glacier
Aialik-Glacier

 

Heute machen wir eine Bootstour durch die Fjorde, vorbei an vielen kleinen Inseln und das Ziel ist der ins Meer kalbende Aialik Glacier. Wir haben gerade abgelegt, als wir schon den ersten gemütlich auf dem Rücken liegenden Otter im Wasser entdecken.

Etwas weiter draußen begrüßen uns Delphine und dann dauert es nicht lange, bis wir die ersten Buckelwale und Orcas sehen. Die ganze Tour ist perfekt und hat sich sehr gelohnt.

Am Aialik Glacier machen wir Halt und können vom Wasser aus beobachten, wie die Felsen aus Eis nach und nach von der Gletscherwand abbrechen und unter lautem Getöse ins Meer stürzen. Auf den Eisschollen, die überall herumschwimmen, liegen faul die Seerobben und lassen es sich gut gehen. Auf dem Rückweg sehen wir wieder viele Wale, teilweise in Vier- bis Sechserformationen, unzählige Vögel, wie Puffins, Komorane und Adler und auf den Inseln liegen überall Seelöwen und Robben in der Sonne.
Die Seefahrt sollte man unbedingt machen, um sich den Tierreichtum und die enorme Artenvielfalt Alaskas zu erschließen. Das Land ist fantastisch!


Wieder im Hafen angekommen, setzen wir uns ins Auto, um heute noch so weit wie möglich nach Norden zu kommen, denn wir wollen statt der Fährfahrt nach Valdez lieber den Umweg über Anchorage und dann zum Matanuska Glacier nehmen.

Kurz hinter Palmer schlagen wir um ca. 23:00 Uhr unser Zelt auf einem Campingplatz auf.

 

ÜN Palmer


 


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