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Indien - Reisebericht

(16.01. - 08.02.1998)

16.01.1998

Unsere Reiseplanung sieht vor, dass wir über Bahrein nach Neu Delhi fliegen und von dort soll es weitergehen bis Goa.
Wir starten pünktlich um 9:00 Uhr und der Flug bis Bahrein ist problemlos. In Bahrein erwartet uns dann die Nachricht, dass sich der Weiterflug verzögern wird. Zunächst heißt es zwei Stunden, aber bald zeichnet sich ab, dass wir die halbe Nacht auf dem Flughafen in den Vereinigten Arabischen Emiraten verbringen müssen. Smog über Neu Delhi verhindert derzeit eine Landung und so spendiert Gulf Air wenigstens ein Abendessen zu später Stunde für die Unannehmlichkeiten.
Um 3:00 Uhr nachts geht es endlich weiter und am Eincheck-Schalter hat sich eine lange Schlange ungeduldiger indischer Gastarbeiter gebildet. Wir fragen uns noch, warum die sich eine Stunde vor der Boarding-Time in die Schlange einreihen, aber nachdem wir den Flieger betreten haben, wissen wir warum. Kein Inder hält sich an die Platzreservierungen und alle stammeln nur die Worte "free seating, free seating". Willkommen im Abenteuer Indien!
Als das Flugzeug zum Landeanflug ansetzt, stehen alle indischen Passagiere von ihren Sitzen auf, um ihr Handgepäck schon mal aus den Fächern zu holen und die Stewardessen haben Mühe, die Menge zu etwas Disziplin aufzurufen. Alle setzen sich wieder hin, aber sobald der Flieger den Boden berührt, ist niemand mehr zu halten und während des Ausrollens stehen die ersten Inder bereits im Gang und drängen Richtung Tür.

ÜN Flugzeug

17.01.1998 Neu Delhi
Natürlich sind wir viel zu spät am Indria-Ghandi-Flughafen und unser Anschlussflug ist, wie erwartet, bereits weg. Nach vielem Hin und Her am unorganisierten Flugschalter bekommen wir als Entschädigung ein Hotel auf Kosten Gulf Airs zugewiesen und unsere Weiterreise nach Süd-West-Indien sieht wie folgt aus: Morgen fliegen wir weiter bis Bombay und wenn wir ganz viel Glück haben, können wir abends mit dem Katamaran weiterfahren und wären so am übernächsten Morgen nach achtstündiger Bootsfahrt in Goa. So genau will uns das aber niemand zusichern und so nehmen wir erstmal die Flugtickets nach Bombay.

Unser Hotel ist luxuriös und wir lassen es uns am Nachmittag gut gehen. Leider liegt es außerhalb der Stadt, so dass wir von Neu Delhi an diesem Tag nichts sehen können.

ÜN Neu Delhi

 

18.01.1998 Bombay

Bombay-Wäscherei

Früh morgens um 4:30 Uhr werden wir geweckt und nach dem Frühstück bringt uns ein Bus zum Flughafen. Nach dem ruhigen Flug werden wir am Airport Bombay von einem Guide erwartet, der uns zu unserem Treffpunkt, dem Taj Mahal-Hotel bringt.
Wir haben 10 Stunden Aufenthalt in der Stadt und wollen deshalb die Zeit nutzen und haben von Neu Delhi aus eine Stadtbesichtigung gebucht. Hier gibt es einiges zu sehen. Viele imposante Gebäude aus der Kolonialzeit, die riesige Wäscherei Mahalakshmi Dhobi Ghat, einige schöne Tempel, das Ghandi-Museum und natürlich das indische Straßenleben, an das wir uns für die nächsten 3 Wochen gewöhnen müssen.
Abends gehen wir frühzeitig zum Hafen und besorgen uns die Tickets nach Goa. Um 22:30 Uhr legt das Schiff Richtung Panaji ab und nach einem Imbiss suchen wir uns einen Schlafplatz auf dem Boden zwischen den vielen Stuhlreihen. Hier ist es durch eine viel zu gut funktionierende Klimaanlage saukalt und der Seegang ist alles andere als ruhig. Ich find trotz der Umstände Schlaf und um 7:30 Uhr sind wir endlich dort, wo wir schon gestern um diese Zeit sein sollten.

ÜN Katamaran

 

19.01.1998 Goa

Traumstraende in Goa

Goa erwartet uns mit schönstem Wetter. Es ist tropisch warm und gleich kommt Urlaubsfeeling auf. Nach der anstrengenden Anreise machen wir heute nichts Spannendes und testen nur Strand, Wasser und Beachbar. Die Gegend ist traumhaft schön. Kaum Touristen und am Strand liegend wird man von den Einheimischen ständig mit frischem Obst versorgt, dass auf großen Tabletts angepriesen wird und wirklich köstlich ist.

ÜN Goa

20.01.1998 Goa

Auch heute planen wir nichts und verbringen den größten Teil des Tages am Strand. Später mieten wir und Räder um die Gegend weiter zu erkunden und man kann gut nachvollziehen, warum schon John Lennon in seiner Hippiezeit von der Gegend hier so angetan war.

 
In Old Goa gibt es viele Kirchen aus der portugiesischen Kolonialzeit zu besichtigen. Die Stadt war im Mittelalter eine glanzvolle Metropole der Portugiesen, und hier lebten damals mehr Menschen als zur selben Zeit in Lissabon.

Den Abend lassen wir wieder ganz gemütlich in der Strandbar ausklingen

ÜN Goa

 

21.01.1998 Panaji

Heute starten wir unsere Reise in Richtung Norden und um 11:00 Uhr sind wir in Panaji. Auf dem Markt hier gibt es die verschiedensten Gewürze zu kaufen, Obst in allen Sorten und auch sonst werden alle Wünsche befriedigt. Schuhe, Kleidung, Haushaltswaren - alles liegt durcheinander herum.

Thali

Ansonsten hat die Stadt nicht viel zu bieten.
Abends essen wir das erste Mal Thali, das indische Nationalgericht. Es besteht aus Reis, etwas Salat,

viel Chili und verschiedenen Soßen. Eine schärfer als die andere. Es schmeckte sehr gut, aber an die Schärfe müssen wir uns wohl noch gewöhnen.

ÜN Panaji

 

22.01.1998 Pune
Eine lange Fahrt liegt vor uns. Wir wollen von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang fahren, denn auf indischen Straßen kommt man streckenweise nur sehr langsam vorwärts und vor uns liegt noch eine große Tour.
Die Fahrt durch den tropischen Teil Indiens ist sehr schön. Wir sehen eine tolle Natur und das Alltagsleben der Einheimischen, die ihre Wäsche am Fluss waschen oder das Feld bestellen.
In einem kleinen Dorf passiert ein kleiner Unfall. Unser Fahrzeug wird an der rechten Seite von einem PKW gestreift, aber natürlich wird uns die Schuld zugewiesen. Es erscheinen immer mehr Leute am Unfallort und nach einigen Drohungen des Dorfstärksten geben wir nach und bezahlen umgerechnet 20 DM, damit wir weiterfahren dürfen. An unserem Auto ist die Einstiegsleiter etwas verbogen, beim Unfallgegner ist es die Stoßstange.
An allen anderen Plätzen, an denen wir halten, werden wir wesentlich freundlicher begrüßt und meist versammelt sich eine große Menschenmenge um uns herum und beäugt neugierig alles was wir tun. Besonders die Kameras und unser Fahrzeug sind der Hit.

Wir campen auf einem abgelegenen Feld südlich von Pune und genießen den tollen Sternenhimmel in lauer Abendluft.

ÜN südlich von Poona

 

23.01.1998 Pune

Um 7:00 Uhr fahren wir weiter und die Strecke führt uns heute durch tolle Gebirgslandschaften. Oben an einer Passstraße erwarten und viele Affen und betteln um Essbares.

Auf einer Pause zwischendurch fährt ein LKW an uns vorbei, bremst plötzlich, setzt zurück und die Insassen bestaunen dann neugierig unseren geländegängigen LKW. Auf unseren Hinweis, dass bei ihrem Fahrzeug Flüssigkeit auslaufen würde, lächeln sie nur müde. Dies sei nur Diesel. Die Leitung ist kaputt, aber das wüssten sie. Umweltschutz kennt man hier in Indien leider noch nicht, was uns im Laufe der Reise nahe Bombay noch einmal bewusst wird, als sich auf unsere weißen Teller plötzlich überall Ruß absetzt.

Wir werden aufgeklärt, dass das von den Firmen rund um Bombay käme. Ausländische Firmen produzieren hier Dinge, für die sie in Deutschland keine Genehmigung bekommen!

ÜN Poona

24.01.1998 Pune

Wir sind in Pune und natürlich möchten wir uns den Ashran Oshos, besser bekannt als Baghwan, der ein Vermögen mit seinen Anhängern machte, ansehen. Einen Teil kann man besichtigen, für den Rest des Geländes benötigt man einen Aids-Test…
Da heute die Rikschas streiken, gehen wir die halbe Stunde zu Fuß und kommen nach der lauten, dreckigen und stinkenden Stadt in eine Oase der Ruhe. Hier ist alles toll bepflanzt und alles strahlt eine sonderbare Ruhe und Sauberkeit aus.
Als erstes müssen wir uns ein Video Oshos anschauen und danach werden wir durch verschiedene große Räume geführt in denen Menschen meditieren. Zwischendrin läuft eine Frau tänzelnd mit einem langen Stab herum und klopft den Meditierenden mit dem Stab auf den Kopf. Das dient dazu, dass die Leute während der Meditation nicht einschlafen, erklärt man uns. Es gibt auch einen sehr schönen Garten, in den man sich zum Lesen zurückziehen kann. Nur dieser kleine Teil ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Möchte man noch mehr sehen, ist das kein großes Problem. Man müsste sich eines dieser morron-farbenen Gewänder kaufen, den Aids-Test vorweisen und 125 Rs pro Tag bezahlen. Schon wäre man aufgenommen. Kurse wie Judo, Kundalani oder Yoga könnten auch belegt werden und dauern bis zu sechs Monate. Natürlich kann man das nicht weiterempfehlen, aber die kleine Besichtigung war sehr interessant. Gerade in diesem lauten und wuseligen Land Indien in eine solche Oase einzutauchen war für uns sehr eindrucksvoll.
Wir fahren heute noch weiter in Richtung Bombay und campen an einem Tempel nahe einem kleinen Dorf. Hier gibt es heiße Quellen, die wir, wenn sie auch nicht ganz sauber scheinen, antesten. Anschließend gibt es Thali und im Zelt werden wir von tausenden von Fröschen des nahen Sees in den Schlaf gequakt.

ÜN Nähe Bombay

 

25.11.1998 Bombay - Udaipur

Wieder fahren wir kurz nach Sonnenaufgang um 7:00 Uhr los und an der Grenze zum Bundesstaat Gujarat erwartet uns uns ein kilometerlanger LKW-Stau. Die Gütertransporter müssen an den Grenzen der einzelnen Bundesstaaten eine Permit bezahlen und so staut es sich hier regelmäßig viele Kilometer. Wir fahren, wie es die PKW auch tun, einfach rechts vorbei und da in Indien Verkehrsregeln selten eingehalten werden, fahren links gleich auch noch welche vorbei.

Hinzu kommt noch der Gegenverkehr und so wird aus einer zweispurigen Straße schnell mal eine vierspurige. Motorräder auf einer fünften Spur weichen geschickt aus und wir wundern uns, dass alles gut geht.
Bis Sonnenuntergang fahren wir und in den 12 Stunden schaffen wir heute 500 km. Zwei Kühe haben uns heute unsere Blumenkette vom LKW abgefressen

ÜN südlich von Ahamadabad

 

26.1.1998 Udaipur

Wir brechen wieder um 7:00 Uhr auf und in der Nähe von Ahamadabad werden wir bei einer Rast von einer großen Menschenmenge wie Zootiere bestaunt. Hier scheinen sich nicht oft Touristen hin zu verirren und alle möchten sich mit uns zusammen fotografieren lassen.
Wir sind nachmittags in Udaipur und von hier aus starten wir unsere Radjasthan-Tour. Unser Hotel liegt schön auf einem Hügel über der Stadt und man merkt abends, dass man die Tropen hinter sich gelassen hat, da es nun wesentlich kühler ist.
Da heute Feiertag ist, bekommen wir in unserem Hotel kein Bier und so versuchen wir es im feudalen Kolonialhotel nebenan. Neben ausgestopften Tigern, indischer Musik und roter Plüschbar gibt es hier auch Bier und wir lassen den Abend gemütlich ausklingen.

ÜN Udaipur

 

27.01.1998 Udaipur

Per Rikscha fahren wir in die Stadt und sehen uns die alten Maharadscha-Paläste und tollen Tempel an. Eine Bootsfahrt auf dem Picciola-See bleibt uns leider verwehrt. Es fahren keine Boote, warum auch immer!
Mit der Rikscha fahren wir hin und her und natürlich halten wir auch an jedem Laden, an dem der Rikschafahrer Provision bekommt, gehen kurz rein und fahren dann weiter.

ÜN Udaipur

 

28.01.1998 Ranakpur
Unser heutiges Ziel heißt Ranakpur und da die Tempelanlage nur 90 km entfernt ist, machen wir oft Halt für Fotostopps. Man sieht schön gekleidete Frauen in ihren bunten Saris und viele lassen sich gut gelaunt fotografieren. Mittags hlaten wir zur Rast an einem Fluss und die restlichen 6 km bis Ranakpur laufen wir, was sehr gut tut nach den vielen Fahrtstunden der letzten Tage. In den Bäumen sitzen bunte Papageien und auch Affen lassen sich zwischendurch sehen.
Die Tempelanlage zeigt uns der oberste Tempelpriesterhöchstpersönlich und es wird eine sehr interessante Führung. Neben dem Taj Mahal das für mich interessanteste Bauwerk auf dieser Inidenreise.

Affen in Ranakpur

Zum Abendessen werden wir in die Tempelkantine eingeladen und für umgerechnet 60 Pfennig erwarten wir nicht allzu viel.
Nachdem alle vom Küchenchef einen Platz zugewiesen bekommen haben, werden Thali-Tabletts ausgeteilt und auf Kommando dürfen wir es rumdrehen. Es ist so fettig, dass es fast aus den Fingern flutscht. Plötzlich schwärmen viele Männer mit Töpfen aus der Küche füllen unsere Schälchen. Wir sind enttäuscht über die magere Ration und beschließen, heute Abend selbst noch mal zu kochen, doch als wir aufgegessen haben, kommen die Küchenhilfen erneut und füllen wieder auf, und wieder und wieder. Bis wir irgendwann abwinken und unsere Tabletts mühsam mit unseren Armen abdecken, damit nicht noch eine Kelle darauf landet. Plain Rice, Fladenbrot, dal und scharfe und milde Gewürze gab es und davon soviel, wie man essen kann.

Zum Sonnenuntergang war die Show vorbei, denn dann ist es den Jains nicht mehr erlaubt, zu essen.
Wir gehen noch auf einen Tee in den Shop nebenan und abends sind wir zur Zeremonie im Tempel eingeladen. Nach einigen Gebeten werden sämtliche Glocken geläutet und der ganze Tempel scheint zu schwingen. Es ist so laut, dass wir uns die Ohren zuhalten müssen, aber es ist ein wahnsinniges Erlebnis.

Abends machen wir am Zelt ein Lagerfeuer und das Feuer duftet toll. Die herumliegenden Zweige müssen von einem Weihrauchstrauch stammen.

ÜN Ranakpur

 

29.01.1998 Jodhpur
Beim Frühstück am Sonnentempel werden wir neugierig von den Affen beäugt. Es werden immer mehr und nachdem sich ca. 30 Affen um uns herum versammelt haben und versuchen, an unser Essen zu kommen, verscheuchen wir sie mit langen Stöcken. Das hilft nicht wirklich und so kommt uns ein Tempelwächter zu Hilfe. Es schreit laut herum und wir mit großen Steinen nach den Tieren, woraufhin sie endlich Reißaus nehmen. Wo die viel beschriebene Achtung der Jains gegenüber allen Lebewesen bei der Aktion blieb, wissen wir nicht, aber uns soll es so recht sein. Später läuft ein herumstreunender Hund in den Wald und kommt mit einem Affen in der Schnauze zurück. Wir fahren weiter bis Jodhpur, wo wir uns das Merangarh Fort, eine riesige Festungsanlage, ansehen. Von hier hat man einen tollen Blick auf die Stadt, die mit ihren blauen Häusern von der Abendsonne toll beleuchtet wird. Von einem kleinen Jungen werden wir zu ihm nach Hause eingeladen und die Mutter kocht und leckeren Tee. Natürlich will er mit und Geld tauschen und wir geben ihm eine Kleinigkeit.

Unser Stellplatz heute ist an einem tollen Hotel, dass an 1001 Nacht erinnert.

ÜN Jodhpur

 

30.01.1998 Jaisalmer

Heute fahren wir quer durch die Wüste nach Jaisalmer, einer alten Kaufmannsstadt an der Seidenstraße. Die 300 km werden wir manchmal ganz schön durchgeschaukelt und nach 7,5 Stunden Fahrt kommen wir endlich an.

Kamelkarren

Es erwartet uns hier in der Wüste ein kleiner Regenschauer und die Leute freuen sich, da das hier nicht allzu häufig passiert. Wir finden es weniger schön und sind froh, dass es nach einer Stunde aufhört.
In der Nacht wird es nochmal feucht, aber der nächste Tag bringt uns wieder Sonnenschein.

ÜN Jaisalmer

 

31.01.1998 Jaisalmer

Wir sehen uns das Fort an und überall kann man prächtige alte Kaufmannshäuser sehen. Die Stadt wirkt unwirklich hier mitten in der Wüste. Neben den Touristenpfaden sind die Straßen vom gestrigen Regen ganz schön verschlammt und überall läuft Vieh umher, wodurch es nicht sauberer wird. In einer Kneipe warten wir abends über 2 Stunden auf unser Essen, was die Inder allerdings als völlig normal ansehen. Auf dem Weg zum Hotel geraten wir in einen Hochzeitszug. Der Bräutigam auf einem toll geschmückten Pferd, eine Blaskapelle hintendran und kleine Jungs tragen Neonröhren zur Beleuchtung. Der Strom kommt direkt vom Generator, der hinterher geschoben wird. Wir werden eingeladen, mitzutanzen und auf dem Platz vor unserem Hotel wird am Ende noch ein Feuerwerk gezündet.

ÜN Jaisalmer

01.02.1998 Bikaner

Wir fahren nach Bikaner und die Straße ist alles andere als gut. Der Regen ist auch schon wieder da und die Straßen sind dadurch auch wieder sehr verdreckt. Wir sehen uns hier das große Fort an und gehen abends auf den Basar.

ÜN Bikaner

 

02.02.1998 Jaipur

Unser heutiges Ziel heißt Jaipur und auf schlechter Straße brauchen wir wieder recht lange für die Strecke. Wir wollen uns das hochgelegene Fort ansehen, finden aber den Eingang nicht. Kurzentschlossen nehmen wir ein Loch im Zaun und irgendwo in der Anlage werden wir später nach unseren Tickets gefragt. Dass wir keine haben, ist dem Wächter dann aber scheinbar auch egal. Vielleicht wunderte er sich nur, dass er uns nicht hat hereinkommen sehen. Die Anlage ist toll gelegen über der Stadt und wir schlendern spät nachmittags die Serpentinen zurück in die Stadt.

ÜN Jaipur

 

03.02.1998 Amber

Elefantenreiten in Amber

Wir fahren per Taxi nach Amber und lassen und vom dortigen Touristenstrom mitschleifen und sehen uns die Festungsanlage an. Hinauf geht es auf dem Rücken eines Elefanten.

Nachmittags sehen wir uns Hawa Mahal, den berühmten Palast der Winde, und das im 18. Jahrhundert unter Jai Singh angelegte Observatorium Jantar Mantar an.

ÜN Amber

 

04.02.1998 Agra

Taj-Mahal

Heute fahren wir nach Fatephur Sikri. Wieder ein eindrucksvoller Palast, der einen Besuch lohnt. Danach fahren wir weiter ins 30 km entfernte Agra, wo wir direkt zum Taj Mahal gehen.

Dieses Bauwerk beeindruckt sehr und wir bleiben bis zum Sonnenuntergang hier.

ÜN Agra

 

05.02.1998 Neu Delhi
Wir sehen uns das Taj Mahal morgens noch einmal aus der Perspektive vom Roten Fort an und laufen noch ein wenig durch Agra.

Mittags geht es weiter nach Neu Delhi und wir erkunden wieder das Stadtleben und einige Basare.

 
Abends gehen wir sehr gut im Embassy essen. Dorthin gelangen wir mit der Rikscha und da die Fahrer unseren Preis nicht akzeptieren, fährt uns kurzerhand der eine Fahrer, mit dem wir den Preis anfangs aushandelten, alleine. Problem ist: Wir sind zu neunt, aber das scheint ihn nicht weiter zu stören und wir hängen uns teilweise seitlich an. Die Fahrt ist lustig und so fahren wir am Nobelrestaurant vor.
 
Hier erwartet uns eine Überraschung, denn nach und nach verabschiedet sich einer unserer Gruppe auf die Toilette, von der er blass wiederkommt. Ich gehe als letztes, schaffe es aber nicht mehr bis nach oben und stürme so zur Eingangstür um mich vor dem Restaurant auf dem Bürgersteig zu übergeben. Wirklich schade um das Essen, das exzellent war, aber es stellt sich heraus, dass die Gruppe mit den Magenproblemen nachmittags in einer Teestube zusammen saß und gemeinsam lauwarmen Tee getrunken hat. Der war wohl nicht richtig abgekocht und so kamen nach fast 3 Wochen tatsächlich noch Magen-Darm-Probleme auf uns zu.

ÜN Neu Delhi

 

06.02.1998 Neu Delhi

Heute machen wir noch eine geführte Sightseeing-Tour durch die Stadt. Die Sehenswürdigkeiten verblassen natürlich nach dem schon auf der Reise Gesehenen, aber so manches Interessante, wie Red Fort und Bahapur gibt es doch noch zu entdecken.

ÜN Neu Delhi

 

07.02.1998 Neu Delhi
Wir besichtigen in Delhi Jami Masjid , die Freitagsmoschee und geben unser letztes Geld auf dem Basar aus.

Agra_Taj-Mahal

Der Rückflug gestaltete sich als weniger schwierig als der Hinflug. Nach dem Zwischenstopp in Abu D

habi allerdings noch die Neuigkeit, dass wir kurz in Bahrein landen und dann in Rom. Trotzdem kommen wir pünktlich in Frankfurt an. Hinter uns liegt eine beeindruckende Reise. Besonders gut gefiel uns der Süden Indiens mit farbiger Natur, scharfem Essen und exotischen Tieren. Die Palasttour durch Radjasthan wäre uns allein vielleicht etwas zu eintönig geworden, aber das fremde Leben Indiens lässt jeden Tag neue Eindrücke zu.

ÜN Flugzeug

 

08.02.1998

Ankunft in Deutschland

©1998 Olaf Essing
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