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07.07.2005

Anchorage/Seward

 

 

Seward_Elchkuh
Seward_Elchkuh

 

Puffin
Puffin

Unsere Fahrt geht heute vorbei am sehenswerten Indianerfriedhof Eklutna bis Seward, wofür man gute Wetteraussichten gemeldet hat.

Nach einigen Gewittern während der Fahrt und einen Stopp bei den Dallschafen südlich von Anchorage entdecken wir kurz vor Seward eine Elchkuh in einem Tümpel. Da auf dieser Straße hier viel Verkehr herrscht, ist der Elch gleich Motiv für zahlreiche Touristen.
Was für ein Unterschied zu Kanada, wo wir 15 Minuten lang ungestört einen Schwarzbären beobachten konnten, ohne dass ein einziges Auto vorbei kam.


In Seward regnet es leider ebenfalls und so beschließen wir, statt der Exit-Geltscherwanderung ins Sealife Center zu fahren. Wir haben die Hoffnung,
dort noch einige gute Nahaufnahmen der heimischen Wassertiere machen zu können. Ein paar Puffins, Robben und Seesterne bekommen wir zwar noch vor die Linse, aber insgesamt haut uns dieses Ozeanium überhaupt nicht um, zumal es auch noch 14$ Eintritt p.P. kostet.


Nachdem wir am Hafen der täglichen Kür der besten Angler zugeschaut haben und im Hafen vergeblich nach Ottern Ausschau hielten, beschließen wir, wieder Richtung Anchorage zu fahren, weil das Wetter hier eher noch schlechter wird.
Da sich auf der Strecke keine gute Übernachtungsmöglichkeit bietet und das Wetter in Fahrtrichtung immer besser wird, fahren wir noch durch bis Anchorage.

 

Der zweite Abstecher zur Kenai-Halbinsel hat sich, abgesehen von der schönen Elchkuh, kaum gelohnt. Dennoch stellen wir fest, dass es schön ist, ganz unabhängig entscheiden zu können, wo es als nächstes hingeht.


Ein kleines Highlight gibt es abends noch auf dem Campingplatz in Anchorage. Wir sind gerade beim Zähneputzen, als ein kleiner Junge aufgeregt hereinstürmt: „There's a Black Bear down the hill.“
Unser Zeltnachbar sagt uns hinterher, dass der Bär genau bei unserem Zelt vorbeischlenderte und seit einiger Zeit oft abends öfters auf der Suche nach Abfällen quer über den Campingplatz marschieren würde.
Wir hatten glücklicherweise alles, was riechen könnte, schon in luftdichten Behältern im Kofferraum verpackt und die Nacht verlief ohne weitere Zwischenfälle.

 

ÜN Anchorage

08.07.2005

Anchorage

Für die beiden letzten Tage mieten wir uns in einem B+B in Anchorage City ein. Die Stadt hatten wir ja bereits bei Ankunft etwas erkundet und deshalb lassen wir es etwas ruhiger angehen.

Zunächst gehen wir in das in mehreren Reiseführern empfohlene Snow City Café, wo wir uns Salmon Cake und Bagel schmecken lassen. Dananch machen wir uns auf den Weg zum Salmon Viewpoint. Endlich erblicken wir die fetten, großen Lachse, die für Alaska so typisch sind!

Nach Besuch von einigen Souvenirshops schauen wir die Filme im Experience-Center über das Land und die Erdbeben an.


Da es morgen sehr früh nach Katmai geht, kehren wir zeitig zum B&B zurück.

ÜN Anchorage

09.07.2005

Katmai-NP

Katmai_Bearviewing
Katmai_Bearviewing

 

 

Teenie-Baer
Teenie-Baer

 

Lachsfang
Lachsfang

Um 05:20 Uhr ist die Nacht vorbei, wir bekommen ein kleines Frühstück und werden danach zum Flughafen gebracht. Bis King Salmon klappt alles gut, aber da dort nebliges Wetter herrscht, ist der Weitertransport per Wasserflugzeug nicht sichergestellt.

Da niemand die Leute aufklärt, stehen wir etwas ratlos da und rufen Katmai Air an. Die Sache klärt sich aber auf und wir werden nach fast zweistündigem Warten zu den Brooks Falls gebracht. Schade, durch den Zeitverlust, denn wir sind nur ein paar Stunden auf der Insel und wollen jede Minute genießen. Schließlich haben wir einen stolzen Preis dafür gezahlt.

 

Schon bei der Landung an der Lodge sehen wir drei Bären am Strand und der morgendliche Ärger ist verflogen. Nach Unterweisung der Ranger und Food-Verstauung wollen wir los marschieren, aber ein Bär versperrt den Weg. Die Ranger passen gut auf und schirmen dementsprechend die Gebiete ab.

 

Nach 15 Minuten dürfen wir endlich passieren und gehen gleich durch zu den Brooks Falls. Strahlende Gesichter kommen uns auf dem Weg dorthin entgegen und als wir endlich bei den Fällen stehen, wissen wir warum. Es sieht genau wie auf den ganzen Bildern und Videos, die man zuvor gesehen hat. Im Wasser drei Bären, die mit ihren Tatzen versuchen die Lachse zu erwischen. Oben auf den Fällen ein Bär, der einfach mit dem Mund zuschnappt, wenn ein Fisch hochspringt und ringsherum noch voll gefressenen Bären, die einfach nur daliegen.

Die Lachse versuchen in Scharen die Stufe der Fälle hochzuspringen und die Bären erwischen trotz ihrer plumpen Art genug, um satt zu werden. Hier fressen sie sich das Fettpolster für den Winter an.


Auf dem Fußmarsch zurück müssen wir eine Stunde an der Brücke warten, weil sich ein Bär dort im Wasser vergnügt und wir haben schon Sorge, den Flieger zu verpassen. Bären haben hier Vorrang! Irgendwann gibt er doch den Weg frei und wir beenden diesen krönenden Abschluss unserer Reise im schaukligen Wasserflugzeug über herrlicher Landschaft.

 

ÜN Anchorage

10.07.2005

Anchorage

 

 

Unser letzter Tag.
Gestern haben wir die Koffer gepackt und das einzig spannende heute wird sein, was unser Autovermieter zu den Beulen und Kratzern in der Tür sagen wird.
Das Ganze läuft problemlos ab und bei dem dreckigen und auch vorher schon verschandelten Auto fallen die neuen Macken scheinbar nicht weiter auf.


Um 14:25 Uhr sitzen wir im Flieger zurück nach Frankfurt und hinter uns
liegt ein traumhafter dreiwöchiger Urlaub mit viel Natur, Tieren und fantastischen Erlebnissen.

 

ÜN Flugzeug

10.07.2005

Ankunft in Deutschland

©2005 Olaf Essing

 


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