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 USA - Küsten im Nordwesten und Landschaften in Utah und Kalifornien

(03.06. - 24.06.2017)

Hier geht`s zur Reiseroute     Die Bilder zur Reise

Wir wollen Amerikas Nordwesten bereisen. Geplant ist nur der Start in San Francisco. Der Rest wird sich schon ergeben.

03.06. Abflug Düsseldorf

Mittags geht es los mit Zwischenstopp in München. Hier gibt es ausgiebige Sicherheitschecks und etwas später sitzen wir im Flieger nach San Francisco.

11 Stunden später landen wir an der Westküste, holen den Mietwagen ab und fahren ins vorgebuchte Hotel in Flughafennähe.

ÜN Redwood (San Francisco Bay)

 20  mi

04.06. San Francisco - Fort Bragg

Wir fahren morgens zum Baker Beach, da wir die Golden Gate Bridge aus dieser Perspektive noch nie abgelichtet haben. Sehr nette Atmosphäre hier am frühen Morgen, wobei das Licht zum Fotografieren nachmittags sicher besser ist.

Danach fahren wir zum Alamo Square, denn hier in der Nähe liegt die Church of John Coltrane - Baptist Church, eine Kirche, in der während des Gottesdienstes Jazzmusik gespielt werden soll. Die Leute hier sind sehr nett und offen, aber uns dauert es etwas zu lang, bis die Musiksession losgeht und so gehen wir nach einer Stunde wieder und schauen uns lieber den Hippietrubel in Haight Ashbury an. Da ist irgendwie immer was los!

Mit dem Auto fahren wir zum Marine Drive - wieder andere (und lohnende) Perspektiven der GG Bridge! Danach gehen wir die erste Hälfte der Brücke und fahren danach über dieselbe nach Norden, wobei wir am gegenüberliegenden Ufer ebenfalls einen Stopp einlegen.

Über den Hwy No1 fahren wir weiter, Eine sehr schöne Küstenstraße. Hier könnte man theoretisch jede halbe Stunde halten und herumlaufen, denn es gibt viele lohnende Punkte. Am Point Reyes sehen wir das Schiffswrack an und folgen der Straße danach bis Fort Bragg.

ÜN Fort Bragg

 234 mi

Baker Beach
baker beach
Marine Drive golden gate bridge san francisco
Marine Drive golden gate bridge san francisco
golden gate bridge
golden gate bridge
point reyes
point reyes
hwy1 nordkalifornien
hwy1 nordkalifornien
Am Strand
Am Strand
05.06. Nordkalifornien

Fort Bragg hat tolle Strände (Noyo Headlands Park), unter anderem den Glass Beach, wo wir uns längere Zeit aufhalten.  Da es gestern Abend etwas später geworden war, fahren wir 20 mi zurück nach Mendocino, sehen uns hier um und fahren dann zum Cabrillo Point, wo ein sehr schöner Leuchtturm zu sehen ist.

Die Fahrt in den Norden führt uns über Westport und Seal Rocks zum Redwood National Park, wo wir den kurzen, aber schönen Trail zum Big Tree laufen. Der Baum hat ca. 20 m Umfang und ist geschätzte 1500 Jahre alt.

ÜN Crescent City

261 mi

glass beach fort bragg
glass beach fort bragg
point cabrillo
point cabrillo
redwood np
redwood np
06.06. Oregons Küste

Erster Stopp heute ist am Battery-Point-Lighthouse in Crescent-City. Leider ist es bewölkt, sonst sähe es sicher noch etwas schöner aus. Danach fahren wir weiter in den Norden. Samuel-H-Boardman-State-Scenic-Corridor kann man im Pazifik Natural Bridges bestaunen und etwas weiter nördlich halten wir in Bandon am Face Rock an

Bei Florence sind die Oregon Dunes zu sehen. War der südliche Teil noch schön sonnig, ist es ein Stück weiter nördlich dicht bewölkt. Hätten wir mal unterhalb ein Quad geliehen oder wären wandern gegangen. Auf unserer kleinen Wanderung auf dem Tahkenitch Trail wirken die Dünen längst nicht mehr so schön. Wir laufen auch noch den Waxmyrtle Trail, finden aber den ersten doch noch etwas schöner. Abends sind wir am South-Jetty-Beach. Man fährt mit dem Auto direkt zum Dünenbereich am Meer heran und muss dann nur noch den steilen Weg über die Sandberge erklimmen. Schon steht man am kilometerlangen Strand - sehr schön!

Fährt man an der Küste entlang weiter nach Norden, sieht man schon bald den kleinen Leuchtturm Heceta Lighthouse an den Klippen kleben. Noch etwas weiter nördlich befindet sich an einem Lavastrand das Spouting Horn - oder auch Thors Well genannt. Ein Loch, das sich beim Eintritt der Flut mit lautem Getöse mit Wasser füllt. Da das Gestein so porös ist, wiederholt es sich ewig und auch sonst ist der Strandabschnitt sehenswert.

Es wird spät heute und wir treten die Fahrt nach Portland an, damit wir morgen früh den Trail of Ten Falls laufen können.

ÜN Portland

257 mi

battery point lighthouse
battery point lighthouse
am waxmyrtle trail oregon dunes
am waxmyrtle trail oregon dunes
samuel h boardman state scenic corridor
samuel h boardman state scenic corridor
south jetty beach
south jetty beach
captain cook trail spouting horn
captain cook trail spouting horn
heceta head lighthouse
heceta head lighthouse
07.06. Portlands Umgebung

Mittags sind wir im Silver Falls State Park. Hier kann man den 7,2 Meilen langen Trail of Ten Falls laufen. Das ist ein Weg, der auf schön angelegten Pfaden an wirklich beeindruckenden Wasserfällen entlang führt. Wem das zu lang ist, der kann auch auf 5 Meilen verkürzen. Dann sieht man immer noch 7 Fälle. Wir benötigen knapp 4 Stunden für den Weg,

Danach fahren wir zur Columbia Ridge, um die berühmten Multnomah Falls anzusehen. Den Larch Mountain Trail, der ganz hoch hinauf führt, tun wir uns auch noch an, aber den kann man nicht weiter empfehlen. Es gibt oben einen mittelmäßigen Aussichtspunkt, sonst nichts. Will man hier oben weiterlaufen, ist der steile Weg vielleicht lohnend, aber sonst sollte man sich besser mit dem Blick auf der Brücke direkt an den Fällen begnügen.

ÜN Portland

358 mi

siver falls state park
siver falls state park
siver falls state park
siver falls state park
multnomah falls
multnomah falls
08.06. Die Küste nördlich von Portland

Wir fahren von Portland aus wieder zur Küste und halten erstmals am Cape Kiwanda. Danach geht es weiter zum Cannon Beach, wo ein großer Monolith, der Haystack Rock, im Meer steht. Kurz vor dem schönen Ort Astoria kann man im Fort-Stevens-State-Park ein Schiffswrack ansehen. Die Fahrt entlang der Küste ist langwierig, insbesondere sollte man genügend Zeit rund um Portland einplanen, da hier erheblich mehr Verkehr ist, als anderswo. Es ist spät, als wir in Lakewood, unserem Übernachtungsort, ankommen.

ÜN Lakewood

260 mi

cannon beach
cannon beach
fort stevens state park
fort stevens state park
fort stevens state park
fort stevens state park
09.06. Olympic National Park

Wie sollte es anders sein: Die Wetteraussichten sind durchwachsen, was völlig normal ist für die Gegend westlich von Seattle.

Wir sind mittags am Ruby Beach und es regnet. Der Strand gefällt uns dennoch sehr mit den Unmengen an Treibholz und den Monolithen im Meer. Als der Regen aufhört, tummeln sich gleich einige Menschen mehr hier. Da fahren wir lieber weiter.

Wir kaufen den Annual Pass für die Nationalparks und machen uns dann auf den Weg zum Hoh Rain Forest, wo wir den knapp eine Meile langen Hall of Mosses Trail laufen. Mystische Atmosphäre mit moosbehangenen Bäumen. Nachmittags sind wir am Second Beach, zu dem ein kurzer Waldpfad führt. Nachdem wir eine Stunde herumgelaufen sind, verziehen sich die dichten Wolken endlich. Ein traumhafter Naturstrand mit Treibholz, Seegurken und dicken Seesternen, die man bei Ebbe an den Felsen nah am Wasser entdecken kann. Leider müssen wir irgendwann aufbrechen, da wir noch keine Unterkunft in Aussicht haben und der einzig größere Ort (Port Angeles) noch über 100 km entfernt ist.

ÜN Port Angeles

351 mi

hall of mosses trail olympic np
hall of mosses trail olympic np
2nd beach olympic np
2nd beach olympic np
2nd beach olympic np
2nd beach olympic np
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10.06.  Mt.Rainier

Wir sehen uns den Wetterbericht an und der sagt gutes Wetter für den Mt. Rainier voraus. Also los! Seattle kennen wir schon und Wetter und Verkehr machen wenig Lust auf die Stadt. Die Fahrt zum höchsten Berg Washingtons (4.392 Meter) ist wirklich schön sonnig, aber je weiter wir die Straße zum Berg hochfahren, desto mehr Wolken erscheinen. Unterwegs gibt es schöne Wasserfälle zu sehen, die zu dem ein oder anderen Halt einladen. Teilweise sind die schmalen Pfade noch zugeschneit, aber man kommt wie alle hier irgendwie klar. Oben am Visitor Center angekommen sehen wir außer Wolken leider nicht viel und so fahren wir die Stevens Canyon Road hin und zurück und erfreuen uns an den netten Aussichten, die es hier gibt.

Zurück am Visotor Center müssen wir entscheiden, ob wir in der Hoffnung auf besseres Wetter hier bleiben oder zurückfahren. Das Wetter soll sich morgen angeblich bessern und letztendlich ist uns die Rückfahrt zu lang, um es dann vielleicht nochmal zu versuchen. Also buchen wir das nicht gerade günstige Zimmer im Paradise INN. Beschreiben wir es mal als rustikal und zweckmäßig.

ÜN Mt. Rainier

282 mi

christine falls mt rainier np
 christine falls mt rainier np
stevens canyon road mt rainier np
stevens canyon road mt rainier np
Hurra, ein Stück Berg zu sehen!
stevens canyon road mt rainier np
11.06. Mt. Rainier – Mount St Helens

Früh morgens ist es feucht - neblig. Wir fahren trotzdem nochmal hinauf zum Visitor Center und schon auf der Fahrt wird es sonnig. Es wird sogar ein richtig schöner und warmer Sommertag. Wir machen uns auf, die tief verschneiten Wanderwege zu erklimmen. Mit Navi geht das relativ problemlos, aber man läuft permanent im tiefen Schnee. Zuerst laufen wir den Nisqually Vista Trail und dann den Alta Vista /Skyline Trail - oder auch dazwischen. So genau kann man das nicht sehen. Das Panorama ist jedoch grandios. Ganz hinauf laufen wir nicht. Das wird uns zu anstrengend und so beschließen wir, als nächstes zum Mt. St. Helens zu fahren.

Wir fahren über Morton. Tolle Straße hinauf zum Observatorium, nur das Glück auch diesen Vulkan wolkenfrei zu sehen, haben wir dieses Mal nicht. Dafür ist der Ranger am Visitor klasse. Er schildert die Minuten des Vulkanausbruchs äußerst lebendig. Während seiner Erzählungen hält er große Fotos hoch, die die Studenten Gary Rosenquist und Keith Ronnholm machten, als sie völlig ungeplant beim Campen von der Eruption überrascht wurden.

ÜN Portland

282 mi

mt rainier np
mt rainier np
mt st helens np
 mt st helens np
Vorher-Nachher-Bild
 mt st helens np
12.06. Columbia Gorge - Boise

Uns ist das Wetter an der Küste zu unbeständig. In den nächsten Tagen sollen immer wieder Regengebiete durchziehen und deshalb beschließen wir zwei Fahrtage einzulegen und nach Südutah zu fahren. Die Gegend des Coloradoplateaus hat noch viel Sehenswertes für uns zu bieten und als Plan B hatten wir es sowieso im Hinterkopf.

Da wir Portland Richtung Osten verlassen, kommen wir erneut zur Columbia Gorge, wo wir den Triple Falls Hike laufen (3,2 mi). Schöner Weg mit tollen Fällen am Ende. Auch die Horsetail Falls sind sehenswert und liegen leicht erreichbar gleich an der Straße.

Abends in Boise erwartet uns Starkregen. Es ist schon dunkel. Schade, denn wir hätten gerne noch etwas von der Stadt gesehen.

 

ÜN Boise City

461 mi

triple falls trail columbia river gorge
 triple falls trail columbia river gorge
triple falls trail columbia river gorge
 triple falls trail columbia river gorge
13.06. Twin-Falls – Canyonlands

Boise lassen wir schnell hinter uns. Der erste Stopp auf unserem langen Fahrtag ist heute an der Perrine-Bridge in Twin-Falls. Diese mehr als 450 m lange Bogenbrücke führt in 148 m Höhe über den Snake River und man hat eine tolle Aussicht in den Flusscanyon. Die andere berühmte Sehenswürdigkeit von Twin Falls, die Shoshone Falls, lassen wir dieses Mal aus. Waren wir ja schon, aber wer es nicht kennt, sollte einen Abstecher dorthin machen.

Die Fahrt geht weiter Richtung Salt Lake City. Einen Halt legen wir in Wendover an den Bonneville Saltflats ein. Hier ist die berühmte Rennstrecke auf dem Salzsee, auf dem immer wieder Geschwindigkeitsrekorde aufgestellt werden. Wir fahren auch ein Stück, aber da die Saison erst im August / September beginnt, fahren wir nicht weit raus, da die Salzfläche immer feuchte Stellen aufweisen kann. Da wollen wir uns ungern festfahren.

Nachdem wir an Salt Lake City und dem dichten Verkehr der Stadt vorbei sind, können wir ordentlich Strecke machen und sind pünktlich zum Sonnenuntergang am Green-River-Overlook im Canyonlands Nationalpark. Eine Unterkunft haben wir während der Fahrt gesucht. Es ist spät, als wir diese ansteuern.

 

ÜN Moab

737 mi

perrine bridge twin falls
perrine bridge twin falls
bonneville saltflats speedway
 bonneville saltflats speedway
green river overlook canyonlands np
green river overlook canyonlands np
14.06. Canyonlands NP

Nun haben wir reichlich Sonne. So viel, dass nach unserer ersten Wanderung mein Objektiv aussteigt. Die Blende klemmte immer vorher schon und die Hitze scheint dann zu viel gewesen zu sein. Wir laufen den Grand View Point Trail im Canyonlands-NP. 1,8 Meilen lang und einfach zu laufen. Überall gibt es tolle Aussichten in das Canyongebiet. Kurz zum Upheaval Dome und dann suchen wir einen etwas unbekannteren Trail aus, den False Kiva Trail. Der 5,2 km lange Trail führ zu einer indianischen Ruine. Erst gut machbar, aber unten darf man den Aufstieg nach rechts nicht verpassen. Man läuft dann in den Felsen einige Steigungen hinauf und hinunter und steht am Ende in einer Halbhöhle, von der man eine schöne Aussicht hat.

Nach einem Abstecher am Mesa Arch fahren wir weiter nach Süden, machen einen Halt am Wilson-Arch und sind etwas später im Needles District des Canyonlands Nationalparks. Hier sehen wir uns den Newspapers Rock an und fahren dann die Aussichtspunkte ab. Am Slickrock Foottrail laufen wir ein wenig hinein und den einfache Pothole-Point-Trail laufen wir noch ganz (1 km). Heute sind wir nicht ganz so spät an unserer Unterkunft im nahe gelegenen Monticello.

 

ÜN Monticello

247 mi

grand view point trail canyonlands np
grand view point trail canyonlands np
mesa arch
mesa arch
wilson arch
 wilson arch
newspapers rock canyonlands np
 newspapers rock canyonlands np
needles district canyonlands np
needles district canyonlands np
In Monticello
In Monticello
15.06. Fahrt-Goblin-Valle - Capitol Reef

Wir wollen heute über den Capitol-Reef Nationalpark zum Grand Staircase Escalante fahren. Doch zuvor machen wir einen Abstecher im Goblin Valley State Park und fotografieren die durch Erosion entstandenen Sandsteinfiguren. Die Straße führt durch schöne Landschaften und unser nächster Stopp ist am Factory Butte.

Von hier ist es dann nicht mehr weit bis zum Capitol-Reef-NP. Wir laufen den Hickman-Bridge-Trail (1,8 mi), der uns gut gefällt. Eine steinerne Brücke in toller Landschaft kann man sehen und wenn man Glück hat, auch ein paar Bergziegen. Wir müssen heute noch ein Stück fahren, denn Escalante ist ausgebucht. So fahren wir noch weitere 34 Meilen bis Cannonville. Das Hotel kennen wir schon gut von unseren letzten Reisen und ist zu empfehlen.

ÜN Cannonville

390 mi

goblin valley state park
 goblin valley state park
hickman bridge trail capitol reef np
hickman bridge trail capitol reef np
hickman bridge trail capitol reef np
hickman bridge trail capitol reef np
16.06. Grand Staircase Escalante

Ab Escalante fährt man ca. 26 Meilen auf der Hole-in-the-rock-road. Dann kommt ein Abzweig, dessen holpriger Weg zum Parkplatz und Ausgangspunkt des Trails führt. 

Vom Parkplatz aus wandert man ca. 20 Minuten bis zum Canyon hinunter und schlägt dann den Weg nach rechts ein. Es ist nicht weit bis zum Einstieg in den Peek-a-Boo Slotcanyon. Da hier relativ viel Betrieb ist, gehen wir weiter nach rechts, immer den Canyon entlang. Dieser führt in einer leichten Linkskurve zum Eingang des Spooky-Canyons. Toll gezeichnete Wände, die steil hinauf führen. Wir gehen los und nach relativ gut begehbarem Pfad wird es immer enger, je tiefer man hineingeht. Nach ca. 500 m wird es eng. Wir müssen die Rucksäcke abnehmen und vor uns halten, aber es geht einigermaßen und die Mühen lohnen sich auf jeden Fall für den Spaß, diesen Slot Canyon zu entdecken. Als wir kurz vor dem Anstieg stehen, haben wir Pech, denn hier kommt uns eine große Gruppe von Jugendlichen entgegen. Diese Gruppe ist weit auseinander gezogen. Wir warten und warten, aber es kommen immer wieder Leute, die ein Durchkommen kaum möglich machen. Ok, wir wollen nicht mehr und kehren um zum Eingang des Peek-a-Boo-Canyons.

Wir fragen uns, wie man alleine da hochkommen soll. Zu zweit geht es auf jeden Fall mit jeweiliger Hilfe des anderen. Im Felsen sind leichte Tritte, die hilfreich sind. Von hinten schiebt der Partner kräftig mit und so kann man sich hinaufziehen. Dann werden die Taschen angereicht und die zweite Person hochzuziehen, ist dann nicht mehr schwer. Wie wir später wieder runterkommen sollen, müssen wir dann mal sehen... Der Canyon ist auch sehr schön, hat viele Bögen und viele ausgewaschene Kurven ziehen sich den Weg entlang. Insgesamt ist dieser Canyon wesentlich lichtreicher, der Spooky ist aber durch die Enge spannender finden wir.

Die beiden Canyons schafft man gut in einer Halbtageswanderung. Der Aufstieg zum Parkplatz ist erst schattig und danach wird es etwas anstrengend, aber nicht zu vergleichen mit dem im letzten Jahr gemachten Aufstieg des Golden Cathedral Trails.

Wir haben heute noch Zeit ein Stück weiter nach Süden zu fahren. Etwas unvorbereitet suchen wir die Coyote Gulch, denn wir haben gelesen, dass hier eine der schönsten Wanderungen zu machen ist und das GPS zeigt uns den Canyon ganz in der Nähe an. Nun stehen wir am Trailhead, müssen aber einsehen, dass man die Sache besser als Tageswanderung angeht. Den Fehler vom letzten Jahr, gleich zwei anstrengende Wanderungen hintereinander zu machen, werden wir nicht ein zweites Mal machen. Schön, da haben wir für unsere nächste Reise ein tolles neues Ziel!

Stattdessen fahren wir zum Devils Garden, und sehen uns die Felsformationen an. Danach fahren wir zum Parkplatz des Zebra Canyons. Diesen Trail laufen wir jetzt zum zweiten Mal. Der Weg ist es wert, denn nicht nur der Canyon an sich ist sehenswert, sondern der Weg dorthin bietet schöne und abwechslungsreiche Formationen. Man läuft entlang eines trockenen Flussbetts und die Landschaft ist abwechslungsreich. Leider haben wir auch dieses Mal Pech beim Einstieg in den Canyon. Es steht wieder Wasser am Eingang. Zwar nicht so hoch, wie bei unserem letzten Besuch, aber Lust hier durchzugehen, haben wir keine. Also gehen wir stattdessen die Felswand links vom Eingang hinauf und sehen uns alles von hier an.

Es ist wieder mal spät geworden, als wir unser Hotel in Cannonville erreichen.

ÜN Cannonville

160 mi

spooky canyon
spooky canyon
spooky canyon
spooky canyon
spooky canyon
spooky canyon
peek a boo canyon
peek a boo canyon
devils garden
 devils garden
zebra canyon trail
 zebra canyon trail
17.06. Bryce NP - Zion NP Kolob Canyon

Heute wollen wir uns einen entspannten Tag im Bryce Canyon National Park machen. Wir wählen dazu den Towerbridge Trail aus, da dieser von den Touristenmassen nicht so frequentiert wird. Den Weg können wir empfehlen. Er ist gute 3 Meilen lang und es geht hin und zurück. Alternativ dazu kann man auch den Fairyland Loop Trail laufen. Der Anfang der beiden Wege ist gleich, jedoch ist der Fairyland-Rundweg ca. 8,5 mi lang, was uns heute zu viel ist. Wir gehen letzteren nur noch ein Stück, nachdem wir an der Towerbridge waren, denn es ergeben sich ein Stück weiter oben weitere schöne Ausblicke auf die Bridge. Nach einem Abstecher bei diversen mit dem Auto erreichbaren Aussichtspunkten und einer Kurzwanderung an der Wall Street fahren wir weiter zum Zion Natoinalpark

Wir nehmen die Passstraße über das Cedar Breaks National Monument und in den Bergen kündigt isch schlechtes Wetter in Form von dichten Wolken an. Später im Hotel sehen wir, dass das keine Wetterwolken waren, sondern das am höchsten gelegene Skigebiet Utahs in Flammen steht. Brian Head brennt! Als wir am Visitor Center des Kolob Canyons ankommen, machen die Ranger gerade Feierabend. Wir fahren in der Abendsonne die schön gelegene Straße zum Kolob Canyon ab und bleiben noch oft für Fotos stehen.

In der Nähe unseres Übernachtungsorts stoßen wir auf ein weiteres schönes Ziel für eine unserer nächsten Reisen: Die Canaan Mountains (White Domes) sollen sich sehr lohnen, allerdings ist die 10 stündige Wanderung anstrengend, so dass wir es auf dieser Reise beim Ansehen der Bilder belassen.

ÜN St. George

189 mi

towerbridge trail bryce canyon
towerbridge trail bryce canyon
towerbridge trail bryce canyon
towerbridge trail bryce canyon
kolob canyon zion np
kolob canyon zion np
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18.06. Rhyolite - Alabama-Hills

Unsere Weiterfahrt führt quer durch Nevada. Kurz vor dem Death Valley machen wir in der Geisterstadt Rhyolite einen Stopp. In der während des Goldrauschs drittgrößten Stadt Nevadas "leben" heute nur noch die von Albert Szukalski erschaffenen Skulpturen als ständige Bewohner des Ortes. Die sind auf jeden Fall einen Abstecher wert! Bei 51°C im Death Valley brauchen wir nicht lange überlegen, ob wir aussteigen. Da fahren wir lieber weiter und eine Stunde später sind wir in den Alabama Hills, wo wir ein paar Trails zu den Felsbögen laufen und anschließend den Pass zum Mt. Whitney hochfahren. Hier kann man ein wenig hochalpine Luft schnuppern, aber ohne Genehmigung kommt man nicht zum höchsten Berg der USA (außerhalb Alaskas). Morgen wollen wir zum Sequoia Nationalpark, weshalb wir heute noch ein wenig Strecke machen und bist Ridgecrest kommen.

rhyolite death valley
 rhyolite death valley
mobius arch alabama hills
mobius arch alabama hills

mt whitney
 mt whitney

ÜN Ridgecrest

4466 mi


19.06. Sequoia National Park

Die Fahrt zum Sequoia NP führt durch die schöne kalifornische Bergwelt. Es ist extrem kurvig und langsam aber sicher schrauben wir uns die Berge hoch. Der Park liegt auf Höhen zwischen 400 m und über 4000 m, das heißt, man kommt nur langsam vorwärts. Endlich oben angekommen erwarten einen eine schöne Landschaft mit beeindruckenden Mammutbäumen. Uns erwartet allerdings erstmal ein Radwechsel, denn die Anzeige im Armaturenbrett zeigt Druckverlust am Reifen hinten links an. Wir besteigen erst den Moro Rock und danach wird das Rad gewechselt. Die Suche nach dem Werkzeug dauert länger, als der Radwechsel. Das hatten wir in Afrika auch schon einmal. Damals mussten wir wilde Löwen befürchten, dieses Mal sind es Bären. Aber nein, die kommen eher nicht zum Parkplatz und wir hoffen auch eher, welche zu sehen.

Am Crescent Meadow Trail soll die Chance dazu nicht schlecht sein haben wir in verschiedenen Reiseberichten gelesen und so versuchen wir hier unser Glück. Nachdem wir 15 Minuten gelaufen sind, sagt uns ein Tourist, dass weiter hinten am Weg zwei Bären gesehen wurden. Wir sollten vorsichtig sein. Dann man schnell! Wir haben Glück. 2 Schwarzbären stehen nur 10m vom Weg entfernt da und suchen nach Essbarem. Sie lassen sich nicht sehr stören von den Touristen, aber als sie näher kommen, gehen alle weiter auf Abstand. Am Huckleberry-Trail sehen wir einen weiteren Bären, allerdings etwas weiter entfernt. Vielleicht nicht schlecht, weil hier weit und breit niemand sonst zu sehen ist. Nachdem wir uns einige der bekannten Baumgruppen angesehen haben, u.a. steht im Giant Forest der General Sherman Tree, laufen wir den Sunset Rock Trail. Auf dem Rückweg höre ich ungewöhnliche Geräusche und nach der Peilung der Richtung entdecken wir einen kleinen Bären in einem Baum. Gleich darauf sehen wir einen zweiten und dann auch die Mutter, die unten im Gras sitzt. So ist der Abend auch gerettet. Wir bleiben viel zu lang und nachdem einige andere Leute auf uns ud dann auch auf die Bären aufmerksam wurden, hängt eine große Menschentraube an den Fotoapparaten. Richtig was los hier - wir fahren jetzt lieber.

ÜN Lindsay

263 mi

moro rock sequoia np
moro rock sequoia np

crescent meadow trail sequoia np
 crescent meadow trail sequoia np

big trees trail sequoia np
big trees trail sequoia np

20.06. Sequoia National Park - Yosemite National Park

Morgens geben wir den Reifen zur Reparatur ab und da wir den eine Stunde später wieder abholen können, frühstücken wir zwischendurch. Danach fahren wir noch einmal die kurvige Passstraße zum Sequoia hinauf und laufen dort erst den 2 mi langen Congress Trail (führt am General Sherman Tree entlang) und danach den Seqouia Big Tree Trail. Dieser führt um eine Lichtung herum und man sieht viele Mammutbäume. Nach den gestern gesehenen finden wir diesen Weg aber weniger lohnend.

Die Fahrt geht weiter über die Kings Canyon Road zum Yosemite Nationalpark. Schöne Straße. Wir hätten gerne noch einen Abstecher zum Kings Canyon gemacht, aber dieser Nationalpark ist uns für diese Reise zu abgelegen. Vielleicht schaffen wir es ja ein anderes Mal. Abends passieren wir von der Wawona Road kommend als erstes den Wawona Tunnel, an dessen Ende der Tunnel View Point liegt. Toller Aussichtspunkt, der besonders ab dem späten Nachmittag schöne Blicke auf El Capitan, die Bridalveil Falls und Half Dome bietet.
Sehr netter Auftakt für uns im Park. Weniger gut läuft es bei der Hotelsuche. Es gibt lange Schlangen in den Camps, worauf wir zur Yosemite Lodge fahren, denn wir brauchen für morgen sowieso noch ein Ticket für einen Transfer zum Glacier Point. Das bekommen wir mit Glück noch. 5 Minuten später schließt der Ticketschalter und unsere gekauften Tickets waren zurückgegebene. Bei der Zimmersuche bekommen wir telefonischen Kontakt, wollen reservieren, aber beim Übertragen der Daten ist das letzte Zimmer im Park weg. Alles ausgebucht. Im Auto zu schlafen, wird hier nicht gerne gesehen und uns wird dringend davon abgeraten, da die Ranger angeblich gerne Strafen verteilen.  Wir fahren zum nächstgelegenen Ort, da wir morgen um 8:30 Uhr wieder hier sein müssen. Der Shuttle wartet nicht.

Unsere Suche ist erfolgreich. Gleich das erste Hotel hat noch genau ein Zimmer. Schön teuer und klein, aber das ist uns relativ egal. So schlecht wie befürchtet ist es auch nicht.

ÜN El Portal

261 mi

big tree trail sequoia np
big tree trail sequoia np

sherman tree trail sequoia np
sherman tree trail sequoia np

sequoia to kings canyon street
sequoia to kings canyon street

21.06. Yosemite National Park

Das Yosemite Valley ist früh morgens am schönsten. Wir sind begeistert von der Morgenstimmung im Tal. Hier sind fast nur Fotografen unterwegs. Am Shuttle sind wir pünktlich, aber das bringt uns leider nichts.  Ein Unfall auf der Strecke blockiert die Straßen. Nach über einer Stunde geht es endlich los und wir sehen unterwegs das ausgebrannte Auto.

Gegen 11 Uhr sind wir endlich am Glacier Point und laufen los. Für mich ist es mittlerweile die vierte Wanderung auf dem Panoramatrail. Immer wieder schön, die grandiosen Aussichten zu genießen und einen Wasserfall nach dem anderen zu passieren. So viel Wasser wie bei diesem Mal habe ich noch nicht gesehen. Unterhalb der Nevada Falls sind die Wege teilweise geflutet. Wir müssen zusehen, einigermaßen trockenen Fußes voranzukommen. Nach 6 Stunden stehen wir im Tal und warten auf den Shuttlebus. Die Wanderung ist anstrengend, durch das viele Wasser noch etwas mehr als sonst und wir sind froh, danach wieder im Auto zu sitzen. Wir fahren heute noch bis ins 2 Stunden entfernte Merced. Unterwegs sehen wir einen Coyoten.

ÜN Merced

97 mi

yosemite valley
yosemite valley

glacier point yosemite np
glacier point yosemite np

auch squirrels genießen die aussicht
squirrel yosemite np

22.06. Moss Landing

Die Fahrt geht weiter in den Westen. Wir wollen nach Moss Landing zum Ottergucken und Entspannen. Es ist heiß, aber hier am Pazifik lässt es sich aushalten. Wir sitzen lange im Hafen herum und beobachten die Tiere, machen einen Strandspaziergang und fahren danach nach St. Cruz.

Hier sehen wir die Natural Bridge an und anschließend beobachten wir das Treiben am berühmten Surferstrand "Lighthouse Field State Beach".

Nachdem wir uns durch den dichten Verkehr gewühlt haben, sind wir abends etwas südlich von Moss Landing im Ort Marina, wo wir die letzte Unterkunft unserer Reise beziehen.

ÜN Marina

194 mi

moss landing
moss landing

otter in moss landing
otter in moss landing

moss landing
moss landing

moss landing
moss landing

lighthouse field state beach
 lighthouse field state beach

lighthouse field state beach
 lighthouse field state beach

23.06. Rückreise

Der letzte Tag ist angebrochen. Kurzer Stopp am Hafenbecken von Moss Landing. Zum Otter hat sich heute noch ein Seehund gesellt. Nach ein paar Fotos geben wir in einigen Outlets Geld aus und fahren dann zum Flughafen von San Francisco, um das Auto abzugeben.

ÜN Flugzeug

44 mi

24.06.

Ankunft Düsseldorf

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Fazit: Eine unserer abwechslungsreichsten Reisen liegt hinter uns. Die raue Küste, die nördlich von San Francisco beginnt, hat uns begeistert. Da müssen wir nochmal hin, um mehr von diesen grandiosen Landschaften mit Steilküsten, Monolithen, Leuchttürme usw. zu entdecken. Schade, dass das Wetter etwas unbeständig war, aber so konnten wir unserem Lieblingsgebiet im Südwesten einen weiteren Besuch abstatten. Immer wieder gerne zum Grand Staircase Escalante! Dieses Gebiet bietet unzählige Trails abseits der Touristenströme und einer ist spannender als der andere. Für das nächste Mal werden wir hier aber einige Übernachtungen an der Hole In The Rock Road einplanen. Das Hin- und Herfahren ist zu umständlich und zeitraubend. In der Gegend des Colorado Plateaus waren wir sicherlich auch nicht zum letzten Mal.
Sollte man die Tour nachreisen? Muss jeder selber entscheiden. Wer Abwechslung mag, kann es machen, sollte aber vorher die Meilen zusammenzählen. So viel hatten wir noch nie...

©2017 Olaf Essing

 

 

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