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11_Similajau-NP_GoldenBeach
40_Kaefer
14_Froesche-in-Miri
02_Orang-Utans-in-Semenggoh
18_Deer-Cave_Fledermausschwarm
21_Gunung-Mulu-NP_Nach-dem-Regen
19_Fledermausschwaerme
41_Schlangeninsel
05_Bako-NP_Nasenaffe
35_Pulau-Tiga_Warane
04_Bako-NP_Nasenaffe
31_Orang-Utan-in-Sepilog
22_Gunung-Mulu-NP_Schnecke
36_Warane-auf-Pulau-Tiga
28_Mt-Kinabalu_Abstieg

Malaysia - Reisebericht

(25.01. - 16.02.2008)

25.01.2008 Kuching
Der Flug von Frankfurt nach Kuala Lumpur dauert gut 11 Stunden und ist in der ersten Stunde alles andere als ruhig. Die Malaiin neben mir hält sich krampfhaft an den Lehnen fest und starrt mich mit großen Augen an, als das Flugzeug einige Mal kräftig durchgeschüttelt wird. Die Lage beruhigt sich bald und danach ist der Flug wenig spektakulär.

In Kuala Lumpur müssen wir das Flughafenterminal wechseln und nach zwei Stunden Wartezeit geht es weiter nach Kuching auf Borneo.

ÜN Flugzeug

 

26.01.2008 Kuching

Nach einer kurzen Nacht gehen wir mittags in die Stadt und sehen uns Kuching an. Viel zu sehen gibt es nicht, aber an der relativ neuen Flusspromenade lässt es sich gut aushalten und wir können uns in Ruhe an das warme Klima gewöhnen. Abends lernen wir die malaysische Küche kennen und probieren allerhand Fisch, Fleisch und Gemüse durch.

Nach der letzten kurzen Nacht gehen wir heute früh zu Bett und hoffen, trotz der Hitze einigermaßen schlafen zu können.

ÜN Kuching

 

29.01.2008   Bako-Nationalpark

Nachdem wir uns auf Kuchings Markt mit Früchten und Getränken eingedeckt haben, fahren wir los in Richtung Bako-Nationalpark. Dies ist Malaysias ältester Nationalpark und er ist nur per Boot zu erreichen. Nach einer halbstündigen Bootsfahrt kommen wir an und müssen unser Gepäck wegen der einsetzenden Ebbe ein Stück durch das seichte Wasser am Strand schleppen.

Im Nationalpark gibt es einige schöne Wanderwege durch den Regenwald und man hat die Chance, die seltenen Nasenaffen zu beobachten. Diese entdecken wir gleich zu Beginn unseres Weges. Zuerst sehen wir sie nur hoch oben in den Baumwipfeln der Mangroven, aber später sind sie auch am Weg direkt neben uns zu sehen. Scheinbar sind sie an die Menschen gewöhnt, denn sie lassen sich beim Fressen der Blätter nicht stören. Am Hotel sind einige freche Makaken unterwegs und man muss auf seine Sachen gut aufpassen, denn sonst holen sie die Affen.
Wir erwandern heute zwei kürzere Trails zu einem Strand und einem hohen Aussichtspunkt. Gegen Abend fängt es heftig an zu regnen, aber da sitzen wir schon auf der netten Veranda des Hotels und lassen uns das Bier schmecken.

ÜN Bako

 

Kuching Waterfront

Bako NP Nasenaffe
Bako-NP Nasenaffe

Bako NP Einsiedlerkrebs
Bako-NP Einsiedlerkrebs
28.01.2008   Bako-Nationalpark

Es regnet die ganze Nacht durch, aber morgens haben wir wieder schönstes Wetter.
Nach dem Frühstück wandern wir los und laufen den 5,5 km langen Weg. Die Strecke ist teilweise sehr beschwerlich zu laufen. Anfangs geht es steil den Berg hinauf und danach kommen viele Stellen, die vom Regen ausgespült worden sind. Trotzdem ist es sehr schön, durch die vielfältige Pflanzenwelt zu laufen und Hunderten von Geräuschen zu lauschen. Unterwegs entdecken wir am Boden einen Skorpion.


Gegen Mittag haben wir den größten Teil der Strecke geschafft und wir biegen auf einen anderen Trail, der zu einer sehr schönen Sandbucht führt, ab. Das Südchinesische Meer erwartet uns schon mit leider gar nicht so erfrischenden Temperaturen. Nach einigen Stunden relaxen und dem ersten Sonnenbrand gehen wir zurück zur Unterkunft. Die Nasenaffen lassen sich heute leider nicht mehr sehen.

ÜN Bako

 

29.01.2008 Kuching

Wieder hat es nachts heftig geregnet. Nach dem Frühstück fahren wir mit dem Boot zurück nach Bako Bazar, um dann per Bus zurück nach Kuching zu fahren.

Leider regnet es hier in der Stadt immer wieder, so dass man heute nicht viel machen kann. Das Chinesische Viertel Kuchings lohnt sich anzusehen und der Nachmittag endet in einer Kneipe, in der es schön gezapftes Bier zu trinken gibt.

ÜN Kuching

 

30.01.2008 Semenggoh

Unsere Fahrt geht weiter nach Semenggoh, dem Orang-Utan-Wildlife Center. Der Lebensraum der Affen wird durch den Menschen und die Abholzung der Tropenwälder immer mehr eingeschränkt und in diesem Center werden sie wieder an ihren ursprünglichen Lebensraum gewöhnt. Junge Orang-Utans werden liebevoll aufgezogen und die Affen werden nach erfolgreichem Durchlaufen der "Affenschule" in abgelegene Wälder gebracht, um dort ausgewildert zu werden.

Zweimal am Tag werden sie im Center gefüttert und zu den Fütterungszeiten finden sich Touristen ein, da man die Orang-Utans dann gut aus der Nähe sehen kann. Wir haben an diesem Tag Glück und sehen viele Affen, die nach und nach aus dem Wald kommen, um sich die Früchte, die bereitgelegt wurden, zu holen.

Longhouse

Nach einem Zwischenstopp auf dem Markt von Durian City fahren wir weiter bis Sri Asan und von hier aus fahren wir mit dem Longboat weiter zum Iban-Longhouse. Wir wohnen in einem Langhaus und haben später Gelegenheit, uns ein Langhaus der Einheimischen genauer anzusehen.

Flussbad

Da es furchtbar schwül und heiß ist, nutzen wir als erstes die Gelegenheit eines Bades im kühlen Fluss. Die Kinder aus dem Dorf freut es und sie kommen direkt hinterher. Ein paar Frauen aus dem Dorf kommen später hinzu, um Baby und Wäsche zu waschen.

Am Schluss werden die Zähne geputzt. Alles am Fluss!

Iban Frau

 

Nach dem Bad gehen wir zu einem Langhaus im Dorf und wir dürfen uns hier eine Wohnung ansehen. Es ist geräumiger, als es von außen scheint. Die Iban sind auch bekannt als die Kopfjäger Borneos. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Kopf ihrer Feinde als Trophäe mit nach Hause gebracht und über dem Eingang des Hauses aufgehängt. Die guten Geister dieses Menschen sollten auf diese Weise über das Haus wachen. Über einem Eingang zeigt man uns ein Netz, in dem einige solcher Schädel aufbewahrt sind.

Am Abend führen die Dorfbewohner einen traditionellen Tanz auf und nach einigen Gläsern Reiswein und Reiswiskey gehen wir zurück in unsere Schlafkojen unter das Moskitonetz und lassen uns vom lauten Geräuschpegel des Dschungels in den Schlaf singen.

ÜN Longhouse

Orang Utans Semenggoh

 

Bei den Kopfjaegern

31.01.2008 Sibu

Schon früh nerven die Hähne der umliegenden Dörfer und dementsprechend früh sind wir heute wach.

Die Iban zeigen uns nach dem Frühstück andeutungsweise, wie früher Hahnenkämpfe, die heutzutage in Malaysia verboten sind, veranstaltet wurden. Danach dürfen wir uns an der traditionellen Waffe der Iban, dem Blasrohr versuchen.

Mittags brechen wir wieder auf. Es ist sehr heiß und bei einem kurzen Marsch durch das Longhouse-Dorf können wir Schule und medizinische Versorgungsstation des 40-Einwohner-Dorfes sehen. Von diesem Dorf aus werden auch die im Umkreis lebenden Menschen versorgt.

Sibu

Wir fahren weiter in die sehr chinesisch geprägte Stadt Sibu. Größte Sehenswürdigkeit hier ist der chinesische Tua-Peh-Kong-Tempel. Es ist möglich, sich einen Schlüssel geben zu lassen, um hinauf zu gehen. Von oben hat man einen guten Blick über die Stadt und den imposanten Fluss.

Auch die Markthallen sind sehenswert und die ganze Stadt bereitet sich auf das Chinesische Neujahrsfest vor. Alles wird rot geschmückt, überall hängen Laternen und kitschige bunte Kunstblumen.

Es gibt einen schönen Nachtmarkt in Sibu auf dem es alles Mögliche zu kaufen gibt.

ÜN Bako

 

01.02.2008 Similajau-Nationalpark
Heute fahren wir ein ganzes Stück weiter Richtung Norden und in Bintulu machen wir eine längere Pause und sehen uns auf dem großen Markt um.
 
Nachmittags sind wir am heutigen Ziel, dem Similajau-Nationalpark, angekommen und vor Einbruch der Dunkelheit laufen wir den Center-Trail, einen schön angelegten Weg, der erst ein Stück über im Wasser angelegte Stege führt und danach durch den Regenwald.
Wie schon im Bako-NP sind wir beeindruckt von der Geräuschkulisse, die einen hier im Urwald umgibt. Leider sieht man von den ganzen Tieren und Insekten außer ein paar großen Fröschen nichts.
Wir sitzen abends lange am Strand bei kühlem Bier und warmen 28°C an einem Lagerfeuer zusammen.

ÜN Bako

02.02.2008 Similajau-NP

 

Die letzte Nacht war eine unserer wärmsten Nächte in Malaysia und wir sind froh, ein Zimmer nach vorn zur Meeresseite zu haben, denn hier kommt wenigstens ab und zu ein kleiner Windzug ins Zimmer.

Nach dem Frühstück gehen wir den längsten der hier zu erwandernden Trails, den 9,8 km langen Weg zum Golden Beach. Völlig nass geschwitzt kommen wir dort an und nehmen als erstes ein erfrischendes Bad im aufgewühlten Meer. Am Nachmittag treten wir den Rückweg an. War der Hinweg noch gut zu schaffen, wird es zurück nun sehr anstrengend und wir kommen ziemlich geplättet wieder an der Unterkunft an. Man kann sagen, dass der Strand zwar ganz schön ist, aber durch den weiten und anstrengenden Weg lohnt er sich nicht unbedingt. Strände zum Baden gibt es schon auf kürzerer Distanz.
Nach unserer Rückkehr im Camp erfahren wir, dass zwei malaysische Jugendliche, die neben uns im Haus nächtigten, am Turtle Beach zu weit hinausgeschwommen sind und nun vermisst werden. Das Meer ist im gesamten Nationalpark sehr tückisch und die beiden sind mit großer Wahrscheinlichkeit ertrunken. Mit drei Booten wurde nach ihnen gesucht, aber es gibt noch keine Spur.

Similajau-NP Golden Beach

Golden Beach

Insgesamt kann man sagen, dass der Similajau-NP für einen Zwischenstopp ganz nett ist, aber eigentlich für einen Besuch nicht besonders lohnenswert ist. Uns hat der Bako-NP wesentlich besser gefallen, weil es bessere Chancen gibt, die seltenen Nasenaffen und andere Tiere zu sehen und auch die Strände gefielen uns besser.

Wir grillen abends nett zusammen, aber da ein heftiges Gewitter aufkommt, müssen wir heute im Haus essen.

ÜN Similajau-NP

03.02.2008 Niah-NP
Unsere Fahrt geht weiter nach Miri und auf halbem Weg liegen die Niah-Höhlen im gleichnamigen Niah-Nationalpark, die wir uns anschauen.
Man läuft vom Eingang des Geländes noch gut 3 km bis zum Höhleneingang und da es mal wieder heiß und schwül ist, sind wir am Ende des Weges, wie so oft, durchgeschwitzt. Man sollte meinen, dass innerhalb der Höhlen angenehmere Temperaturen herrschen, aber leider ist es hier genauso warm. Die Höhlen sind bekannt für ihre Schwalbennester, die in China als Delikatesse gelten und eine lukrative Einnahmequelle sind. Geschickte Kletterer gehen an einfachen Pfählen bis zu 80 m (!) zur Höhlendecke hinauf und sammeln das kostbare Gut ein.

Nach der Besichtigung der Höhlen fahren wir weiter nach Miri und das Hotel hier ist das beste unserer Reise. Wir lassen es uns in dieser quirligen Stadt gut gehen.

ÜN Miri

04.02.2008 Brunei

 

Der kleine Staat Brunei ist nicht weit von Miri entfernt und deshalb nehmen wir die Gelegenheit war, uns das reiche Sultanat auf einem Tagesausflug anzusehen. Mit einem Taxifahrer wird ein Preis ausgehandelt und um 7:15 Uhr sitzen wir im Taxi und fahren zur Grenze. Nach kurzer Wartezeit können wir passieren und nach 2,5 Stunden Fahrt halten wir am 6-Sterne-Hotel Empire und machen eine kleine Besichtigung. Luxus pur, riesige Vorhallen und alles mit Marmor und Edelhölzern verarbeitet. Nett anzusehen, ebenso wie die Parkanlage.

Die Weiterfahrt zu Bruneis Hauptstadt Bandar Seri Begawan dauert nicht lange und erster Halt hier ist die Moschee Masjid Jame Asr Hassanil Bolkiah, die größte Moschee des Landes. Das blaue Gebäude mit seinen goldenen Kuppeln ist nicht nur von außen sehr beeindruckend. Nach der Besichtigung chartern wir für die Fahrt durch die Wasserdörfer Bandar SeriBegawans ein Boot und lassen uns eine knappe Stunde lang durch die Wasserstraßen der knapp 25.000 Einwohner zählenden Stadt fahren.
Unser Taxifahrer führt uns anschließend zum Essen zu einem Chinesen, bei dem wir uns für 3 Euro satt essen können. Verwunderlich, dass es so günstig ist, denn bei dem Reichtum des Staates hatten wir höhere Preise erwartet. Nun wissen wir nicht, was wir mit den getauschten 10 Euro noch anfangen sollen. Zum Ausgeben des Geldes ist die Zeit zu knapp und schließlich tauschen wir bei Taxifahrer den rest zurück.

Nach Besichtigung der alten Mesjid Sultan Omar Ali Saifudin Moschee und des Brunei-Museums fahren wir zurück nach Miri, wo wir abends noch schnell etwas für unseren 2-tägigen Ausflug zum Gunung-Nationalpark einkaufen gehen.
In der Zeitung lesen wir, dass die beiden 15-jährigen Jugendlichen vom Similajau-NP ertrunken sind.

ÜN Miri

Empire Hotel

Moschee

Masjid Jame Asr Hassanil Bolkiah

05.02.2008   Gunung-Mulu-N
Zum Gunung-NP führen keine vernünftigen Straßen, aber nach einem halbstündigen Flug haben wir das abgelegene Gebiet erreicht.
Es ist sehr heiß und nach der Ankunft nehmen wir erstmal ein Bad in dem Fluss bei unserer Unterkunft. Strom gibt es hier nur abends von 18:00 - 0:00 Uhr, weshalb wir auch ohne Ventilator auskommen müssen.

Wir besichtigen nachmittags die Long Cave, eine nette Tropfsteinhöhle und anschließend die Deer Cave, die laut Reiseführer längste Höhlenpassage der Welt.

In dieser riesigen Höhle leben ca. 3 Mio. Fledermäuse, was man nicht nur sehen, sondern auch riechen kann. Nach der schweißtreibenden Besichtigung warten wir im Eingangsbereich der Höhle auf die Dämmerung, denn dann fliegen die Fledermäuse zu Tausenden in riesigen schlangenförmigen Schwärmen hinaus und begeben sich auf Nahrungssuche. Es ist ein einzigartiges Naturschauspiel und die Fledermausschwärme scheinen nicht abzureißen. Auch der lange Rückweg im Dunkeln zum Auto wird ein Erlebnis, da man 2-3 km auf gut befestigtem Weg mitten durch den Dschungel geht und die Geräuschkulisse, die aus den Wäldern kommt, ist überaus eindrucksvoll.

ÜN Bako

 

06.02.2008 Gunung-Mulu-NP

Nachts hat es stark geregnet und so hat es sich am Morgen schön abgekühlt. Nur noch 27°C!

Nach dem Frühstück fahren wir mit dem Longboat zu einer Siedlung der Pernans, einem einst als Nomaden lebenden Volk und sehen uns das Dorf an. Weiter geht es mit dem Boot bis zum Eingang der Windcave, einer Höhle, durch die immer ein kühler Luftstrom ziehen soll. Hoffen wir es! - Na ja, unter kühl stellen wir uns etwas anderes vor. Jede Aktivität ist nach wie vor schweißtreibend. Nach der Besichtigung der Clear Water Cave, einer Höhle, durch die der Clearwater River fließt, verschaffen wir uns an der Stelle, an der der Fluss aus der Höhle kommt, Abkühlung. Das Wasser ist schön kühl.

Mit dem Boot geht es wieder zurück zur Unterkunft. Im Schatten sind es mittlerweile 34Deer Cave°C und auch das Bad im Fluss bringt nur kurzzeitige Abkühlung. Auf der gegenüberliegenden Seite unserer Unterkunft ist ein schickes Resort, zu dem wir nachmittags hinüber laufen, um uns umzusehen. Kaum dort angekommen, setzt heftiger Regen ein und wir bleiben länger sitzen, als geplant war.

Windcave

Nach dem Regen gehen wir auf einen nahe gelegenen Berg, in der Hoffnung, die Fledermausschwärme heute noch mal aus der Ferne sehen zu können, aber leider sehen wir nur einen Schwarm. Das Wetter ist wahrscheinlich zu schlecht, denn bei Regen fliegen sie nicht immer hinaus. Die schöne Aussicht vom Berg lohnt sich aber auch ohne Fledermäuse.

ÜN Gunung-Mulu-NP

Deer Cave Fledermausschwarm


07.02.2008 Gunung-Mulu-NP

Wir stehen sehr früh auf, denn wir haben uns für einen morgendlichen Canopy-Walk angemeldet. Viele Baumwipfel sind hier ca. 25-30 m über dem Boden mit Hilfe von Hängebrücken miteinander verbunden worden und wir gehen extra sehr früh los, weil es dadurch bessere Chancen gibt, Tiere zu sehen. Die Perspektive von oben ist schön, aber Tiere sehen wir heute leider kaum.

Canopy WalkEine Stabheuschrecke kommt uns oben entgegen und später, als wir wieder unten sind, sehen wir noch eine kleine Schlange und mit lautem Flügelschlag ziehen Nashornvögel vorbei.

Zurück im Camp packen wir die Koffer und fliegen noch heute Morgen weiter nach Kota Kinabalu in Sabah. Hier ist heute einiges los, weil Chinesisches Neujahr ist. Leider haben deshalb viele Geschäfte geschlossen. Das Wetter ist toll, denn der Himmel ist endlich wieder blau. Der Markt Kota Kinabalus ist sehenswert, besonders der Nachtmarkt, auf dem wir abends einige Zeit zwischen den geschäftigen und freundlichen Menschen verbringen. Weil Neujahrsfest ist, kostet das Bier heute weniger!

ÜN Kota Kinabalu
 
08.02.2008 Kota Kinabalu

In Kota Kinabalu ist heute Morgen nicht besonders viel los. Es ist Feiertag und man lässt es ruhig angehen.

Wir fahren mittags weiter zum Mt.Kinabalu-NP, da morgen die Besteigung des 4095 m hohen Mt.Knabalu ansteht. Auf ca. 1500 m Höhe beziehen wir Quartier und laufen anschließend zum Eingang des Nationalparks, um uns ein wenig umzusehen. Da wir noch Zeit haben, laufen wir den Niuak View-Trail ein ganzes Stück, aber da sich dichter Nebel bildet, kehren wir irgendwann wieder um.

Danach packen wir den Rucksack für den Aufstieg und heute Abend lasse ich das Bier zum Abendessen mal ausfallen.

ÜN Mt.Kinabalu-NP

 

09.02.2008 Mt.Kinabalu

 

Um 8:30 Uhr stehen wir am Eingang des Nationalparks und nach kurzer Unterweisung durch unsere Bergführer beginnen wir um 9:00 Uhr den Aufstieg.

Schnell finde ich mein Tempo und laufe ohne Pausen durch. Es geht ziemlich steil hinauf. Manchmal auf steilen Stufen und ab und zu ist es etwas felsig. Zwischendurch hat man schöne Ausblicke, aber leider zieht immer wieder Nebel auf. Trotz der Höhe kommt man beim Laufen noch gut ins schwitzen. Ab 3000 m wird der Weg beschwerlicher und ich mache viele kleinere Stopps.

Nach 3,5 Stunden habe ich das Etappenziel, das Labong House auf 3272 m erreicht. Hier übernachten wir und morgen früh um 3:00 Uhr geht es weiter zum Gipfel des Mt. Kinabalu. Ab 14:30 Uhr setzt Regen ein und einige unsere Gruppe kommen ziemlich nass in der Hütte an. Da der Regen anhält, können wir uns die Gegend hier oben nicht weiter ansehen und müssen uns nun irgendwie die Zeit vertreiben. Am Abend hört der Regen auf und wir haben das Glück, einen sehr schönen Sonnenuntergang sehen zu können. Im Labong House trudeln im Laufe des Tages immer mehr Wanderer ein und abends ist es voll. Ab 20:00 Uhr kehrt im Haus Ruhe ein und alle ziehen sich in die Zimmer zurück.

ÜN Mt.Kinabalu-NP

 

10.02.2008 Mt-Kinabalu
Wie erwartet war in dieser Nacht kaum an Schlaf zu denken und um 2:30 Uhr rappelt bereits der Wecker. Nach kurzem Frühstück und Unterweisung durch unsere Guides brechen wir um 3:15 Uhr zum Aufstieg auf. Mit Stirnlampen ausgerüstet und warm gekleidet gehen wir Meter für Meter durch die dunkle Nacht. An unserer Hütte sind es knapp 8°C, aber nach den ersten zurückgelegten Höhenmetern ist der Körper aufgeheizt. Eine Gruppe Japaner vor uns verursacht immer wieder Staus an den Stellen, an denen man sich mit Hilfe eines Seils hochzieht und wir sehen zu, möglichst schnell an ihnen vorbeizuziehen. Danach kommt man gut weiter voran. Kurz vor dem steilen Stück auf 3900 m wird es so kalt, dass ich mir alle mitgebrachten Kleidungsstücke überziehen muss.
 
Nach gut 2,5 Stunden Aufstieg stehe ich am Gipfel auf 4095,2 m, wo nun alle auf den Sonnenaufgang warten. Leider ist es ziemlich bewölkt und der Sonnenaufgang fällt relativ bescheiden aus. Trotz allem herrscht eine tolle Stimmung auf dem Gipfel. Kurz bevor wir schon wieder zum Abstieg aufbrechen, die Sonne steht längst am Himmel, kommt die Gruppe Japaner angerobbt und schmeißt sich für ein Foto vor das Gipfelschild. Der Abstieg zur Hütte ist relativ einfach und man hat tolle Ausblicke auf das Umland. Der Granitfelsen ist ziemlich griffig und im Hellen sieht jetzt alles halb so wild aus.

Nach einem ausgiebigen Frühstück in der Hütte treten wir die lange Strecke bis zur Powerstation auf 1850 m an. Der Weg scheint unendlich zu sein und die viel zu tiefen Treppenstufen lassen nach den ersten Kilometern jeden Schritt zur Qual werden. Anfangs sehen wir uns die vielen Pflanzen am Wegesrand, insbesondere die schönen Kannenpflanzen, an, aber später nehmen wir uns diese Zeit nicht mehr, da man über jeden zurückgelegten Meter froh sein kann. Der Abstieg ist nach drei Stunden geschafft und nach der Rückfahrt ins Hotel ist duschen und schlafen angesagt.

ÜN Mt-Kinabalu-NP

Mt Kinabalu Sonnenuntergang

 

Mt Kinabalu Abstieg

11.02.2008 Sepilok
Wie zu erwarten war, kann nach der Bergtour kaum jemand richtig laufen und wir sind froh, heute die meiste Zeit im Bus sitzen zu können, denn wir fahren die lange Strecke bis Sepilok. Man fährt stundenlang an riesigen Palmölplantagen vorbei und wenn man bedenkt, dass hier früher überall Regenwaldwar, stimmt das einen sehr nachdenklich. Alles wurde für die gewinnbringenden Ölpalmen gerodet.Aus den Früchten der Palmen wird Öl gewonnen, das zu allem Möglichen weiterverarbeitet wird. Unter anderem verkauft man es in Deutschland als Biosprit. Wir fragen uns, was daran noch Bio ist!? Nach der Besichtigung einer Teeplantage fahren wir durch bis Sepilok.

Palmoelplantagen

Unsere Unterkunft in Sepilok ist sehr schön mit toller Außenanlage. Diese können wir leider nicht richtig nutzen, denn es regnet immer wieder und so sitzen wir lange im Restaurant zusammen. Etwas Abwechslung bietet eine Schlange, die jemand in einer Mülltonne entdeckt hat.

ÜN Sepilok

Kannenpflanze

 
12.02.2008 Sepilok

Es regnet immer noch und nach dem Frühstück gehen wir hinüber ins Natural Center, um die Orang-Utans bei der Fütterung zu beobachten. Schon früh kommen die meisten dieser Waldmenschen in die Nähe des Fütterungsplatzes und es dauert eine knappe halbe Stunde, bis sich Orang-Utans und zahlreiche Makaken ihre Früchte geholt haben und sich danach wieder in den Urwald zurückziehen. Einen empfehlenswerten Film über die Rehabilitation der Orang-Utans kann man sich im Gebäude des Office ansehen und hier gibt es auch eine kleine Ausstellung zum ganzen Zentrum.

Für den Nachmittag ist ein Ausflug mit dem Boot über einen tierreichen Fluss geplant. 2,5 Stunden dauert die Anfahrt und es gehen immer wieder starke Schauer nieder. Auf der Fahrt sieht man wieder die wahnsinnigen Ausmaße der Palmölplantagen. Die Landschaft ist zwar grün, aber man freut sich richtig, wenn man mal andere Pflanzen als Palmen sieht. Bei Ankunft am Fluss regnet es wieder heftig und uns bleibt nicht anderes übrig, als im dachlosen Boot auf unser Regenzeug zu vertrauen.

Gleich anfangs sehen wir ein Krokodil und später einige Nasenaffen, die hoch oben in den Bäumen sitzen. An einem Baum am Ufer entdeckt unser Bootsfahrer eine grüne Mamba. Die sind äußerst giftig, aber die Schlange rührt sich nicht. Nachdem der Regen immer stärker wird, treten wir die Rückfahrt an und ärgern uns etwas über das Wetter, auf das im Rest des Urlaubs immer Verlass war. Hier in Sabah müsste eigentlich schon die Trockenzeit begonnen haben, aber wie wir hören, haben sich auch hier durch den Klimawandel die Jahreszeiten etwas verschoben.

ÜN Sepilok

13.02.2008 Pulau Tiga
Heute Morgen fahren wir nach Sandakan und von dort aus geht es per Flugzeug zurück nach Kota Kinabalu, wo uns endlich wieder besseres Wetter erwartet.Ab hier beginnt eine zweistündige Fahrt Richtung Süden zum Bootsanleger zur Insel Pulau Tiga. Nach 20-minütiger Fahrt stehen wir auf der Insel und es ist wirklich nett hier.Die Insel war vor ein paar Jahren Schauplatz für eine US-Fernsehserie, bei der Leute hier ausgesetzt und bei ihrem täglichen "Überlebenskampf" und diversen Spielchen beobachtet wurden. Man kann hier einigermaßen gut schnorcheln. Die Korallen sind nicht sehr tief und so verbringen wir den Nachmittag im Wasser.

Hinterm Haus des Restaurants gibt es zahlreiche Warane, die sich gut fotografieren lassen.

ÜN Pulau Tiga

 

14.02.2008 Pulau Tiga
Für den Morgen haben wir einen Ausflug zur Schlangeninsel, einer Insel, die man nach 15-minütiger Bootsfahrt erreichen kann, geplant. Wir haben einen Guide, der nach kurzer Suche unter ein paar Steinen am Meer Schlangenentdeckt. Nach ein paar Fotos legt er sich plötzlich auf den Boden und greift nach den Schlangen. Mit geschicktem Griff packt er sich die längste Schlange und zieht sie heraus.Danach übergibt er sie an uns und wir können nette Fotos mit der Schlange (angeblich giftigen) machen.
Danach fahren wir mit dem Boot zu einer nahe gelegenen Sandbank, wo man beim Schnorcheln viele Fische sehen kann. Bei zwei ankernden Fischerbootenhalten wir und werden eingeladen, an Bord zu kommen und deren Fang anzuschauen. Ein großer Schwertfisch ist dabei und jede Menge Thunfische. Ein netter Vormittagsausflug, der uns gerade mal 4 Euro pro Person gekostet hat.

Mittags gehen wir in Richtung Inselmitte, denn gut 1 km weiter im Berg gibt es ein blubberndes Schlammloch, in das man hinein steigen kann. Das schlammige Wasser hat gerade Mal ca. 25°C und wenn man sich hinlegt, hat es so viel Auftrieb, dass man nichts weiter tun muss. Nur daliegen. Den Nachmittag verbringen wir wieder am Strand, um zu schnorcheln.

ÜN Pulau Tiga

Sepilog Orang Utans
Orang Utan in Sepilog

Pulau Tiga Warane

Auf der Schlangeninsel

Pulau Tiga

Pulau Tiga

Pulau Tiga

15.02.2008 Pulau Tiga
Unser letzter Tag auf Pulau Tiga. Wir wollen morgens noch einmal schnorcheln gehen, ein Regenschauer verdirbt uns aber die Lust darauf. So bleiben wir in der Bar sitzen und packen danach unsere Rucksäcke, denn um 14:00 Uhr fährt uns das Boot zurück zum Festland.

Die anschließende Fahrt zurück nach Kota Kinabalu ist außer ein paar Wasserbüffeln, die am Wegesrand stehen, wenig spektakulär und bald sitzen wir im Flieger, der uns wieder zurück nach Kota Kinabalu bringt.

ÜN Flugzeug

 

16.02.2008    Rückreise
Von Kota Kinabalu aus sind es noch ca. 12 Stunden Flugzeit bis nach Frankfurt und auf dem ruhigen Flug finde ich sogar 5-6 Stunden Schlaf.

Deutschland erwartet uns mit kaltem, aber sonnigem Winterwetter.

©2008 Olaf Essing

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