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Marokko - Reisebericht

(21.10. - 05.11.2007)

 

21.10.2007
Der Flug von Frankfurt nach Casablanca eröffnet uns direkt sehr interessante Einblicke in die arabische Kultur, denn am Boarding-Schalter wartet eine Menge marokkanischer Pilger mit scheinbar Hunderten von Handgepäckstücken darauf, in das Flugzeug einsteigen zu dürfen. Man sagt uns, dass sie hier seit heute Morgen 6:00 Uhr warten und nun ist es bereits 20:00 Uhr. Sie kommen von Mekka und haben gestern einen Flieger nach Marokko verpasst, was nicht ungewöhnlich ist, wie wir am Ende unserer Reise noch feststellen müssen.

Als der Schalter geöffnet wird, bricht leichtes Chaos aus. Immer, wenn ein Marokkaner mit 2(!) Handgepäckstückendurchgelassen wird, drängen einige Araber nach und versuchen, noch mit durch die Barriere zu kommen. Nebenan werden die übrigen mindestens 5 Gepäckstücke dieses einen Passagiers unter der Barriere des Boarding-Bereichs per Fuß hindurch geschoben und so am Schalter vorbei geschleust.

Die Mitarbeiter der Fluggesellschaft sind völlig überlastet und nachdem eine Mitarbeiterin von der Menge zu Boden gerissen worden ist, wird männliche Verstärkung angefordert. Warum dies nicht schon viel früher passierte, ist uns unbegreiflich. Nach und nach kommen alle Fluggäste in den Boarding-Bereich und nach kurzer Zeit wird der Run auf das Flugzeug eröffnet. Das Gedränge gleicht nun eher einem Winterschlussverkauf als dem Beginn eines Fluges und auf jedem Rockkonzert geht es gesitteter zu.

Wie zu erwarten war, ist die Lage im Flugzeug auch nicht anders und das entnervte Personal kündigt "Free-Sitting" an. Oh je, das kenne ich schon aus Indien und nun darf jeder sitzen, wo er gerne mag. Damals ging es sehr chaotisch zu. Einige Marokkaner setzten sich gleich mal in die Erste Klasse und sind von dort trotz Protesten nicht mehr weg zu bewegen.
Nach dem wider erwartet ruhigen Flug werden die "Gastgeschenke" der Fluggesellschaft, Kissen und Decken, in die übervollen Handgepäckstücke gestopft und bei der Gepäckausgabe wundern wir uns, dass diese Menschen bei so viel Handgepäck auch noch riesige Koffer mit sich führen.
Das Verhalten der Menschen klärt sich später auf: Sie kommen von einer Pilgerreise nach Mekka und wahrscheinlich ist es für die meisten die erste Flugreise ihres Lebens gewesen.

Um 0:30 Uhr sind wir endlich am Ziel, einem Hotel in Casablanca, angekommen.

ÜN Casablanca

22.10.2007   Essaouria

Wir fahren heute die meiste Zeit an der Küste entlang in Richtung Süden und den ersten größeren Stopp legen wir in El Jadidda ein, wo wir uns die Medina mit der bekannten Portugiesischen Zisterne ansehen. Diese ehemalige Waffenkammer wurde 1514 erbaut und später als Wasserspeicher genutzt. Im Wasser spiegeln sich schön die einzelnen Säulen der Zisterne.

In Oualidia, einer kleinen Stadt, die für ihre Austernzucht bekannt ist, machen wir eine Pause und gehen zum schönen Strand mit geschützter Lagune.

Um 19:00 Uhr sind wir in Essaouria. Es ist schon dunkel, aber wir gehen noch in die Stadt, um uns den Markt anzusehen.

Unser heutiges Hotel ist sehr gut und bietet alle erdenklichen Annehmlichkeiten. Wie lassen es uns gut gehen!

ÜN Essaouria

 

El-Jadida Portugisische Zisterne

23.10.2007   Von Essaouria zum Antiatlas

Nach sehr gutem Frühstück gehen wir zum Hafen Essaourias und schauen dem Treiben zu. Danach fahren wir weiter in Richtung Agadir.

Auf dem Weg liegt Tamanar und dort gibt es eine Frauenkooperative, in der allein stehende Frauen die Möglichkeit haben, trotz Kindern ein eigenbestimmtes Leben zu führen. Hier finden sie Arbeit, einen kleinen Verdienst und ihre Kinder bekommen eine Schulausbildung. Die Arbeit ist sehr mühevoll. Mit einem einfachen Stein knackt man dieSchalen der Arganienfrüchte, und danach werden die Früchte in Steinmühlen per Handarbeit so lange gemahlen, bis sie Öl abgeben. Das gewonnnene Öl wird unter anderem für die Kosmetik- und Lebensmittelindustrie weiterverarbeitet.
Auf der Weiterfahrt entdecken wir solche Arganienbäume und ein paar Ziegen sind damit beschäftigt, oben in den Bäumen herumzuklettern und sich die besten Früchte zu holen.

Mittags sind wir in Agadir und hier machen wir eine längere Pause. Es ist heiß und außer Strand und Restaurants gibt es hier nichts. Wir setzen uns eine Stunde in ein Cafe und beobachten von hier das Treiben in dem auf uns äußerst abschreckend wirkenden Touristenort.

Die Fahrt geht weiter Richtung Süden und nach dem Ort Tiznit erwarten uns spektakuläre Serpentinenstraßen, die uns in die schöne Bergwelt des Antiatlas führen. Wir übernachten in Tarfoute und die Bergwelt hier erinnert uns ein wenig an die namibische Spitzkoppe.

ÜN Tiznit

Tamanar-Frauenkooperative
in-tamanar

Ziegen im Arganienbaum
argnanienbaum

Essaouria-Hafen
essaouria

24.10.2007   Im Tal der Ammeln

Wir fahren ins Tal der Ammeln, um uns verschiedene Bergdörfer anzusehen.

Im Dorf Oumesnot sehen wir uns etwas genauer um und besichtigen ein traditionelles 3-stöckiges Lehmhaus. Wir werden auf einen Tee bei traditioneller Musik eingeladen. Eine sehr schöne Wanderung am angrenzenden Berg schließt sich an und wir entdecken interessante Häuser, die jedoch häufig verlassen sind, weil die Dorfbevölkerung in die Städte zieht, um sich dort Arbeit zu suchen.

Weiter geht die Fahrt über schöne Passstraßen und an dem Wehrdorf Tizlit laufen wir erneut ein Stück am Berg entlang.
In der Stadt Tarroudant übernachten wir heute in einer wunderschönen ehemaligen Palastanlage, und wir nehmen uns vor, morgen eine Stunde eher aufzustehen, um noch alles zu fotografieren.

Der Abend klingt an der schön gelegenen Poolbar aus.

ÜN Tarroudant

 

25.10.2007   Marrakesch

Heute Morgen ist der Muhezin nicht zu überhören. Eine tolle Geräuschkulisse schallt aus der Stadt zurück und eine Stunde später sind wir im Palast unterwegs und machen viele Fotos von der liebevoll hergerichteten Hotelausstattung und dem großen Garten mit Bananenstauden, Mandarinen- und Mangobäumen und Kakteen.

Gegen Mittag kommen wir in Marrakesch an und wir brechen etwas später auf, um in die Medina einzutauchen. Sehr beeindruckend ist die Medersa Ali Ben Youssef, die größte Koranschule Marokkos. Im Gegensatz zu den belebten Gassen der Altstadt ist es im reich verzierten Innenhof der Medersa angenehm ruhig und es gibt viele kunstvolle Schnitzereien und Mosaike zu sehen.
In der Altstadt sieht man die verschiedensten Geschäfte und Handwerker und zwischen dem ganzen Menschengewirr bahnen sich immer wieder Fahrradfahrer und laut hupende Motorradfahrer ihren Weg. Beim Fotografieren sollte man schnell sein, denn die Menschen mögen es teilweise nicht besonders gern.

Am Abend gehen wir zum Djemaa-El-Fna und das Gewirr von Garküchen, Saftläden, Gauklern und Wasserträgern ist faszinierend anzusehen und ein besonderes Erlebnis.

ÜN Marrakesh

 
Medersa Ben Youssef
medersa-benyoussef

Bergdorf im Hohen Atlas
fahrt-hoher-atlas

Djemaa-El-Fna
place-jemaa-el-fna

26.10.2007   Marrakesch

Wir sehen uns heute weitere Sehenswürdigkeiten Marrakeshs an und beginnen am Bab Agnaou, dem Tor zum Almohaden Palast.

Direkt daneben befinden sich die Saaditen-Mausoleen, in denen die saaditischen Könige beigesetzt sind. Der prunkvolle Palais El-Bahia und die Koufubia-Moschee schließen sich an, und am Ende gehen wir zum Jardin Majorelle, einer vom Designer Yves Saint Lorrent gekauften und schön hergerichteten alten Villa nebst Garten.

 Am späten Nachmittag gehen wir erneut zum Djemaa El_Fna und genießen das Treiben auf dem großen Marktplatz.

Am Abend besuchen wir eines der traditionellen Reiterfeste, aber wie wir das bisher in den meisten Ländern kennen gelernt habe, ist es auch hier ein ganz schöner Tourinepp. Das einzig Positive, was wir dem Fest abgewinnen können ist, dass man hier mal ungehemmt Menschen, dazu noch in traditionellen Kostümen, ablichten kann. Die eigentliche Reitveranstaltung beeindruckt uns überhaupt nicht.

ÜN Marrakesh

In Marrakesh
beim-zahnarzt

Beim Zahnklempner auf dem Djemaa-El-Fna
marrakech

Ait-Benhaddou
ait-benhaddou

27.10.2007   Ait Benhaddou
Wir fahren weiter in den Hohen Atlasund schon bald wird aus der großen breiten Straße eine engkurvige Serpentinenstraße. Am Col du Tichka, 2256 m hoch, erwartet uns ein ungemütlicher Hagelschauer und etwas Regen. Wie sich später herausstellt, ist es der einzige Regen auf dieser Reise.
In Ait Benhaddou ist die Sonne wieder da und wir laufen zwischen den Lehmbauten dieser äußerst sehenswerten alten Stadt, an der die Karawanen früher einen Stopp einlegten, umher.

Auf dem Weg nach Ouarzazate liegt die Taourit-Kasbah, an der wir ein Stück des Weges zu Fuß zurücklegen und danach fahren wir zum Hotel, dass wieder schön ist und direkt in der Stadt liegt.

ÜN Ouarzazate

 

28.10.2007  Telouet
Heute wollen wir eine Jeeptour nach Telouet machen und nach den gestrigen Regenfällen ist unklar, ob die Piste überhaupt befahrbar ist. Glücklicherweise stellt sich heraus, dass es klappen wird, jedoch werden wir nur bis 10 km vor Teoluet kommen,weil eine Baumaschine ab dort die Strecke blockiert. Wir machen es trotzdem und die Tour wird ein besonders schönes Erlebnis. Wir durchfahren einige Bergdörfer und bekommen so ein wenig von der Lebensweise der Menschen hier zu sehen.
Die Lehmbauten der Dörfer und Kasbahs geben einen tollen Kontrast zum blauen Himmel. Als wir am Endpunkt der Tour auf knapp 1900 m angekommen sind, picknicken wir und die einheimischen Kinder freuen sich, dass sie auch etwas von unserem Obst abbekommen.

Am späten Nachmittag kommen wir zurück zum Hotel und gehen noch kurz in die Stadt. Ouarzazate hat nicht viel zu bieten und es sind eher die umliegenden Sehenswürdigkeiten, die die Touristen anziehen.

ÜN Ouarzazate

Auf der Jeeptour
-jeeptour-telouet

Gegenverkehr
jeeptour-telouet

Dades-Schlucht
 jeeptour-telouet

29.10.2007   Straße der Kasbahs
Das schönste Gebäude Ouarzazates, die Kasbah Taourit, sehen wir uns morgens an und danach fahren wir weiter nach Skoura, wo die Kasbahs Ben Morro und Amerhidi zu sehen sind. Außerdem werden wir auf einen Tee in ein für marokkanische Verhältnisse modernes Haus eingeladen und hier dürfen wir uns ein wenig umschauen.
Unsere Fahrt geht weiter zur Dades-Schlucht und auf der Fahrt zur Schlucht sehen wir wieder schöne Dörfer, Kasbahs und Felsformationen.

In Tinehir landen wir am Abend bei einem Teppichhändler, der uns eine tolle Verkaufsshow in schönen Gewändern und gutem Deutsch präsentiert. Da wir nichts kaufen, ist er am Ende etwas enttäuscht, aber so viel "Kleingeld" für seine schönen Teppiche hätten wir nicht übrig.

ÜN Tinehir

30.10.2007   Sahara

Wir fahren zur Todra-Schlucht und am Weg stehen einige Berber mit Dromedaren, bei denen wir für ein paar Fotos halten und ihnen die schönen blauen Tücher abkaufen.

Durch fruchtbare Gärten wandern wir zur Schlucht hinauf und stehen irgendwann vor den ca. 300 m hohen Felswänden. Man sieht einige Kletterer in den Wänden, aber da es noch relativ früh ist, sind nicht viele Touristen unterwegs und wir genießen die Natur bei schönstem Wetter.
Weiter geht es zum nächsten Hotel in Erfoud und nach dem Einchecken fahren wir in Land Rovern weiter zur Sahara nach Erg Chebbi. Leider sind wir spät dran und müssen uns nun beeilen auf die Dünen zu klettern, um noch rechtzeitig den Sonnenuntergang filmen und fotografieren zu können. Hier herrscht ein ganz schöner Touristenandrang und wir wissen es wieder zu schätzen, dass wir in unserem Namibiaurlaub damals so viel alleine im Sossusvlei herumlaufen konnten.

Nachdem es dunkel geworden ist, fahren wir zurück und halten an einem Beduinenzelt. Wir werden auf einen Tee eingeladen und dürfen uns ihr Heim ansehen. Erstaunlich, unter was für einfachen Bedingungen diese Menschen leben.

ÜN Erfoud

31.10.2007   Fahrt nach Fes
Wir fahren heute eine lange Strecke von über 400 km bis nach Fes. Am Ortsausgang von Erfoud sehen wir uns eine Werkstatt an, die Fossilien verarbeitet und beispielsweise als Möbelstücke wieder verkauft.

Die landschaftlich sehr abwechslungsreiche Fahrt durch Süd-Marokko wird durch viele Fotostopps unterbrochen und bald sind wir wieder im Gebirge des Hohen Atlas.
Wir halten am sehr schönen, im marokkanischen Stil erbauten, Hotel Kasbah Asmaa in Midelt für eine Mittagspause an. Ein tolles Ambiente erwartet uns hier.

 
Nachdem wir die mit 2178 m höchste Stelle am Col du Zad passiert haben geht die Fahrt weiter in die Berge des Mittleren Atlas und bei einem kurzen Spaziergang am Berg begegnen wie ein paar Affen, die sich über das Obst, das wir ihnen geben, erfreuen.
In der Universitätsstadt Iframe legen wir erneut einen kleinen Stopp ein und gegen 19:00 Uhr erreichen wir endlich Fes.

Unser Hotel ist schön gelegen an einem Hügel mit Blick auf die Altstadt von Fes.

ÜN Fes

Erg Chebbi
erg-chebbi

Im Hohen Atlas
gott-vaterland-koenig

01.11.2007   Fes

Nach dem Frühstück brechen wir auf um Fes, die älteste Königsstadt Marokkos, zu entdecken.

Die Souks sind sehr sehenswert und die Menschen scheinen ein wenig freundlicher zu sein, als in Marrakesh. Das Gewirr in den Gassen ist unüberschaubar und es ist äußerst schwierig, sich einen Weg zu merken. Das Highlight in den Souks von Fes ist für uns das Gerberviertel. Man kann von einer Terrasse aus den Gerbern, die ihr Handwerk seit Jahrhunderten so verrichten, bei der Arbeit zusehen. Die Zeit vergeht viel zu schnell und es ist für uns kein Problem, in einer Stunde mehr als 100 Fotos zu machen.
Nachmittags fahren in das Stadtviertel El-Jadid und sehen uns den königlichen Palast an. Danach gehen wir durch das Jüdische Viertel, wo uns wieder ein enges Gassengewirr erwartet.

Die Medersa Bou Inania dürfen auch Nicht-Muslime betreten und der Innenhof ist besonders sehenswert.

Abends sind wir bei einem interessanten Marokkaner eingeladen und wir kommen mit ihm und drei marokkanischen Frauen ins Gespräch. Ein vorzügliches Essen schließt sich an und wir kehren erst sehr spät zurück zum Hotel.

ÜN Fes

Gerberviertel
fes-gerberviertel

Gerberviertel
-gerberviertel

Volubilis
volubilis

02.11.2007   Vollubilis bis Meknes
Nach kurzer Fahrt Richtung Westen kommen wir nach Vollubilis, einer antiken Römerstätte. Man sieht hier schöne Mosaike und zu praktisch jedem Steinchen gibt unser Guide eine Geschichte aus der Sagenwelt zum Besten, was uns nach einiger Zeit in der prallen Sonne sehr langweilt und wir so bis zum Ende der Führung die Bar aufsuchen.

In Moulay Idriss machen wir Rast und danach fahren wir nach Meknes, der dritten Königstadt unserer Reise.

Am Wasserspeicher Dar El Ma halten wir und besichtigen den dahinter liegenden Kornspeicher Heri es Souani. Ein riesieges Gebäude mit vielen Gängen und Rundbögen

Das berühmteste Tor Marokkos, das Bab El Mansour, steht am Platz El Hedidm und nicht weit von hier befindet sich die Medersa Bou Inannia, in der es schöne Holzschnitzereien zu sehen gibt.

In Meknes Altstadt steht die schöne Moschee Jemaa el Kebir.

ÜN Meknes

03.11.2007   Rabat bis Casablanca

Wir fahren morgens weiter nach Rabat und sehen uns als erstes am Königspalast um. Danach geht es weiter zur Chella, der Grabstätte der Meriniden. In dieser Gegend mit ihren alten Gemäuern gibt es viel zu sehen und zu fotografieren.

Nicht weit von hier liegt das Mausoleum von Mohammed V, dem ehemaligen König von Marokko, und die Grabstätte wird von Wächtern in prunkvoller Tracht bewacht.

Auf dem Platz vor dem Mausoleum steht das Wahrzeichen Rabats, der Hassanturm. Dieser Turm ist Teil des im 12 Jh. begonnenen Vorhabens, die größte Moschee der Welt zu bauen, aber Mitte des 18 Jh. wurde der Bau weitgehend zerstört. Der erhaltene Teil des Turmes lässt einen die Ausmaße des Baus ein wenig erahnen.

Die Mittagszeit verbringen wir in Rabats Altstadt, die mit ihren weiß/blauen Häusern eher an Andalusien oder eine Stadt auf den Kykladen erinnert als an eine marokkanische Medina.

Am Nachmittag fahren wir weiter nach Casablanca und sehen uns hier die sehr eindrucksvolle Moschee Hassan II an. Es ist nach Mekka die zweitgrößte Moschee der Welt und anders als in den übrigen marokkanischen Moscheen dürfen auch Nicht-Muslime einen Teil besichtigen. Natürlich nur gegen Bares und es ist offensichtlich, dass die immensen Baukosten dieses 100.000 Menschen fassenden Bauwerks wieder kompensiert werden müssen. Allein 20.000 Menschen fasst der Gebetssaal des in das Meer hineingebauten Gebäudes. Es gibt hier 25.000 Säulen und weit über 100 Brunnen.

Den Abend verbringen wir bei einem vorzüglichen Essen in Rick's Cafe und um 21:00 Uhr fahren wir mit dem Bus zum Flughafen, denn um 23:00 Uhr startet unser Flugzeug, dass uns nach Hause bringen soll.

Irgendwann werden die letzten Geschäfte geschlossen und wir müssen uns in den Boarding-Bereich begeben. Nach einer Stunde kommt eine Durchsage, dass sich der Flug verspäten wird. Nach einer weiteren kommt um 1:30 Uhr die Information, dass der Flug abgesagt ist und alle Passagiere ihr Gepäck holen und sich zum Ausgang gehen sollen.

Seitens der Fluggesellschaft ist nichts organisiert und dementsprechend chaotisch geht es zu. Es werden Zettel mit den Rechten für solche Fälle ausgeteilt und wir dürfen lesen, dass wir für diesen Linienflug der sich in den Medien immer gut durchorganisiert darstellenden deutsche Fluggesellschaft keinerlei Rechte haben. So einen schlechten Umgang mit seinen Kunden habe ich bisher bei keiner Fluggesellschaft erlebt, dabei war es nicht das erste Mal, dass ich wegen schlechten Wetters (Sicht) einen Flug nicht antreten konnte.
Wohl oder übel müssen wir uns nun selber um die Rückfahrt nach Casablanca und ein Hotel dort kümmern.

Die Fahrt wird noch zu einem Erlebnis, denn wir bekommen ein klappriges W123 Mercedes-Taxi, und bevor es los geht, steigt der Fahrer noch mal aus und mit einem gezielten Tritt vor den linken Scheinwerfer schaltet er das Licht am Auto an. Mit ca. 40 km/h tuckern wir zurück zur Stadt und da das Hotel unserer letzten Nacht bereits ausgebucht ist, nehmen wir das nebenan. Um 4:00 Uhr liegen wir endlich im Bett.

ÜN Casablanca

Chella
rabat-nekropole-chellah

Rabats Altstadt
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Casablanca Moschee Hassan II
nekropole-chellah

04.11.2007   Casablanca

Nach einer kurzen Nacht gehen wir zu unserem ersten Hotel zurück und kümmern uns darum, dass wir wenigstens am heutigen Tag einen Flug zurück nach Deutschland bekommen. Schließlich werden Flug und Plätze bestätigt und wir nutzen den weiteren Tag, um uns Casablanca anzusehen.

Casablancas Medina ist weniger touristisch und wir gehen lange durch die vielen Gassen und sehen uns das Treiben an. Uns gefällt es gut, da sich der übliche Touristenrummel sehr in Grenzen hält. Beim Kaufen von Gewürzen werden wir lange und geduldig beraten und wegen einiger Sprachprobleme kommt ein Passant hinzu und versucht bereitwillig zu dolmetschen.

Am frühen Abend treten wir erneut die Fahrt zum Flughafen an und beim Einchecken gibt es am Schalter wieder eine Überraschung. Der Mitarbeiter sagt uns, dass unsere Tickets ungültig sind. Wir hätten gestern fliegen müssen!!!

Nach längerem Wortwechsel sieht er endlich ein, dass unsere neuen Plätze bestätigt sind und hinterher stellt sich sowieso noch heraus, dass die Fluggesellschaft ein größeres Flugzeug geschickt hat, damit alle gestern gestrandeten Passagiere mitfliegen können.

Die Fluggesellschaft sollte ihr Bodenpersonal besser schulen, denn mit der ganzen Situation schien hier niemand klarzukommen. Wir würden beim nächsten Mal der marrokanischen Fluggesellschaft den Vorzug vor der deutschen geben!

ÜN Flugzeug

 

casablanca-moschee-hassan-ii

05.11.2007

Mit 24 Stunden Verspätung landen wir in Deutschland.

©2007 Olaf Essing

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