Nachdem wir in Colombo angekommen waren, erholten wir uns
einen Tag lang vom Flug und fuhren am nächsten Morgen direkt weiter nach
Anuradhapura.
Auf dem Weg liegt der Kelaniya-Tempel,
an dem wir das erste Mal das buddhistische Flair des Landes spüren konnten.
Mihintale war ein weiteres schönes Ziel auf dem Weg und es erwartete
uns in der Klosterstadt eine schneeweiße Buddhastatue sitzend auf einem Berg. Da gerade ein
Gewitter aufzog, sah die Statue vor dem fast schwarzen Himmel noch beeindruckender
aus.
Anuradhapura
In Anuradhapura, der ältesten und bedeutendsten Königsstadt Sri Lankas, wohnten wir
in einem tollen Hotel, das noch aus der Kolonialzeit stammt. Große überdachte
Terrassen, auf denen man abends bei einem Gläschen Wein zusammensitzen und den
Flughunden beim allabendlichen Start im Einbruch der Dämmerung zuschauen kann. Diese großen
Fledermäuse starten zu Hunderten in den rotgewordenen Himmel, wenn die Sonne untergeht.
Auch flitzten den ganzen Tag über Affen über die Dächer und schauten uns ebenso neugierig
zu wie wir ihnen.
Anuradhapura erkundet man am besten mit dem Fahrrad, da die vielen Sehenswürdigkeiten
weit auseinander liegen. Die früher hoch entwickelte Ruinenstadt ist fast 50 km2 groß.
Man sieht viele alte Tempelanlagen, Dagobas, Paläste und die bereits in der Antike
angelegten Bewässerungssysteme.
Hier steht der heilige Bodhi-Baum, der - 23 Jahrhunderte alt, angeblich
der älteste Baum der Welt ist! Ein Ableger des Baumes,
unter dem Buddha zur Erleuchtung gelangte.
Für die Buddhisten auch deshalb ein ganz besonderer Ort, weil gesagt wird, dass,
solange der Baum grüne Blätter trägt, der Buddhismus auf Sri Lanka blühen wird.
Das Klima war nicht gerade erholsam, als wir dort waren. Tagsüber ca. 35°C waren
noch erträglich, aber da es sich abends kaum abkühlte, fand man bei 30-32°C
keinen tiefen Schlaf.
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Aukana
Die nächste Station unserer Reise lag auf dem Weg nach Polonnaruwa.
Die Aukana-Buddha-Statue ist mit ca. 13 m Höhe die größte freistehende
Plastik älterer Geschichte auf Sri Lanka. Lohnt unbedingt!
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Sigiriya
Ein ca. 200m hoher Felsen steht mitten im flachen Umland und hat man
ihn erstmal erklommen, erwartet einen ein schöner Rundumblick auf den Urwald.
Dabei steht man inmitten einer alten Burgruine, die oben auf dem Felsen thronte.
Auf dem Weg nach oben zeigen sich die Wolkenmädchen in Form von alten Felsenmalereien.
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Polonnaruwa
Pollonaruwa: Die zweite große Königsstadt im Norden Sri Lankas. Dort sind wir wieder
mit dem Fahrrad unterwegs gewesen um uns die weitläufigen Sehenswürdigkeiten zu
erschließen.
Gefiel uns auch sehr gut und herausragend sind die vier Buddhastatuen und
Gebetskammer Gal Vihara, die aus dem Fels heraus gemeißelt wurden. Viele
beeindruckende Tempelanlagen!
Ein sehr lohnendes Ausflugsziel, und für mich das Naturhighlight der Insel, war
eine Jeeptour entlang eines Flusses, bei der man viele Vögel und am Ende
auf der Aschehalde einer Reisfabrik auch Elefanten beobachten konnte,
die sich hier an Reishülsen sättigten.
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Kandy
Über den sehr lohnenden Zwischenstopp bei den Höhlen von Dambulla fuhren wir weiter in
die Stadt
Kandy, in der wir 3 Tage blieben. Die erste große Stadt nach unserer Landung in
Colombo.
Das religiöse Zentrum bildet der Zahntempel mit seinem goldenen Dach. Hier befindet
sich das größte Heiligtum Sri Lankas - ein Eckzahn Buddhas und 3x täglich schieben
sich die Menschenmassen durch den Tempel um einen Blick auf dieses Relikt zu
erhaschen. Das Ganze wird von rhythmischen Klängen begleitet und man wird in den
Bann dieser beeindruckenden Religion gezogen.
Das Klima in Kandy ist angenehmer als im Norden, da man sich schon im Hügelland
befindet.
In der Nähe befindet sich das Elefantenwaisenhaus von Pinnawela, dass man auf
keinen Fall auslassen sollte und auch der Botanische Garten Peradeniya lohnt
sehr zu einem Besuch. Hier kann man übrigens auch die Massen von Flughunden
beobachten, wie sie tagsüber zum Schlafen in den Baumwipfeln hängen.
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Nuwara Eliya
Mit dem Zug ging es weiter hoch in die Berge nach Nuwara Eliya. Die Zugfahrt
in den holperigen Zügen ist absolut empfehlenswert, da man am srilankischen
Leben hautnah dran ist und wenn man aus dem Fenster schaut, blickt man auf
unzählige Teeplantagen und tolle Landschaften mit kleinen Wasserfällen.
Die Pflanzenwelt verändert sich auf dem Weg nach oben ständig.
Hier oben in angenehmem Bergklima bauten sich die britischen Kolonialherren
ihre Urlaubsresidenzen. Überall sieht man Teeplantagen und im Ort gibt es einen
Fleecemarkt, bei dem man sich mit günstigen Treckingwaren eindecken kann.
Eine lohnende Wanderung hier im Bergland führt zum "World's End".
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Südküste
Im Nationalpark Uda Walawe im Süden der Insel waren wir in einem Dschungelcamp
untergebracht. Man schläft auf Feldbetten in alten Armeezelten und abends werden
Öllampen gereicht, damit man nicht vollkommen im Dunkeln steht im dichten Urwald.
Es war knalleheiß und wir waren wirklich froh, dass es zwischendurch kurz regnete, wodurch
es kurzzeitig abkühlte.
Eine schöne Safari machten wir im nahen Nationalpark und wir sahen einige wildlebende Elefantenherden.
Ein etwas tolpatschig umherlaufendes Elefantenbaby war gerade Mal 3 Wochen alt.
Man kann auch viele Vögel beobachten, vom Sittich bis zu Adlern und ein Krokodil
lag in sicherer Entfernung an einem fast ausgetrockneten See.
Unsere letzten Urlaubstage verbrachten wir in Ahangama, einer Stadt an der
südlichen Küste Sri Lankas in der Nähe von Galle, wo wir uns ein paar Tage Erholung
gönnten. Hier findet man sehr ursprüngliches Leben und einen schönen Sandstrand.
Auf dem Rückweg nach Colombo liegt Victor Hasselbad Turtle Hatchery, eine
Aufzuchtfarm für Meeresschildkröten.
Die Betreiber der Farm sammeln die Schildkröteneier vom Strand auf, bzw. kaufen
sie den Einheimischen ab und vergraben diese dann am Strand der Schildkrötenfarm.
Sobald die Schildkröten dann schlüpfen, werden sie eingefangen und für 3 Tage
in speziellen Wasserbecken aufbewahrt.
Nach diesen 3 Tagen ist der Panzer der Schildkröten so hart, dass er ausreichend
Schutz vor Bedrohungen, z.B. durch Vögel, bietet und deshalb werden die kleinen
Meeresbewohner dann in die Freiheit entlassen.
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Colombo
Colombo haben wir uns in den letzten beiden Tagen angeschaut und nach der
schönen Natur überall war es uns hier etwas zu laut. Die Stadt hat
aber auch einiges an Sehenswürdigkeiten zu bieten.
Sehr lustig war eine Zugfahrt. Da der Zug völlig überfüllt war, aber immer noch weiter Menschen hinein
strömten und wir uns wunderten, dass alles trotzdem funktionierte.
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Es bleibt zu hoffen, dass sich dieses wunderschöne Land mit unzähligen
Kultur- und Naturschönheiten von der furchtbaren Tsunami-Katastrophe im Dezember 2004
schnell erholt und wieder Touristen dort hinreisen, denn der Tourismus ist
fast ganz zum Erliegen gekommen, obwohl kaum eines der hier beschriebenen Ziele
davon betroffen war.