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| 10.02.2008 | Mt-Kinabalu |
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Wie erwartet war in dieser Nacht kaum an Schlaf zu denken und um 2:30 Uhr rappelt bereits
der Wecker. Nach kurzem Frühstück und Unterweisung durch unsere Guides brechen wir um 3:15 Uhr
zum Aufstieg auf. Mit Stirnlampen ausgerüstet und warm gekleidet gehen wir Meter für Meter durch
die dunkle Nacht. An unserer Hütte sind es knapp 8°C, aber nach den ersten zurückgelegten
Höhenmetern ist der Körper aufgeheizt. Eine Gruppe Japaner vor uns verursacht immer wieder
Staus an den Stellen, an denen man sich mit Hilfe eines Seils hochzieht und wir sehen zu,
möglichst schnell an ihnen vorbeizuziehen. Danach kommt man gut weiter voran. Kurz vor dem
steilen Stück auf 3900 m wird es so kalt, dass ich mir alle mitgebrachten Kleidungsstücke
überziehen muss. Nach gut 2,5 Stunden Aufstieg stehe ich am Gipfel auf 4095,2 m, wo nun alle auf den Sonnenaufgang warten. Leider ist es ziemlich bewölkt und der Sonnenaufgang fällt relativ bescheiden aus. Trotz allem herrscht eine tolle Stimmung auf dem Gipfel. Kurz bevor wir schon wieder zum Abstieg aufbrechen, die Sonne steht längst am Himmel, kommt die Gruppe Japaner angerobbt und schmeißt sich für ein Foto vor das Gipfelschild. Der Abstieg zur Hütte ist relativ einfach und man hat tolle Ausblicke auf das Umland. Der Granitfelsen ist ziemlich griffig und im Hellen sieht jetzt alles halb so wild aus. Nach einem ausgiebigen Frühstück in der Hütte treten wir die lange Strecke bis zur Powerstation auf 1850 m an. Der Weg scheint unendlich zu sein und die viel zu tiefen Treppenstufen lassen nach den ersten Kilometern jeden Schritt zur Qual werden. Anfangs sehen wir uns die vielen Pflanzen am Wegesrand, insbesondere die schönen Kannenpflanzen, an, aber später nehmen wir uns diese Zeit nicht mehr, da man über jeden zurückgelegten Meter froh sein kann. Der Abstieg ist nach drei Stunden geschafft und nach der Rückfahrt ins Hotel ist duschen und schlafen angesagt. ÜN Mt-Kinabalu-NP nach oben |
| 11.02.2008 | Sepilok |
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Wie zu erwarten war, kann nach der Bergtour kaum jemand richtig laufen und wir sind froh,
heute die meiste Zeit im Bus sitzen zu können, denn wir fahren die lange Strecke bis Sepilok.
Man fährt stundenlang an riesigen Palmölplantagen vorbei und wenn man bedenkt, dass hier früher
überall Regenwald war, stimmt das einen sehr nachdenklich. Alles wurde für die gewinnbringenden
Ölpalmen gerodet. Aus den Früchten der Palmen wird Öl gewonnen, das zu allem Möglichen weiterverarbeitet
wird. Unter anderem verkauft man es in Deutschland als Biosprit. Wir fragen uns, was daran noch Bio ist!?
Nach der Besichtigung einer Teeplantage fahren wir durch bis Sepilok. Unsere Unterkunft in Sepilok ist sehr schön mit toller Außenanlage. Diese können wir leider nicht richtig nutzen, denn es regnet immer wieder und so sitzen wir lange im Restaurant zusammen. Etwas Abwechslung bietet eine Schlange, die jemand in einer Mülltonne entdeckt hat. ÜN Sepilok nach oben |
| 12.02.2008 | Sepilok |
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Es regnet immer noch und nach dem Frühstück gehen wir hinüber ins Natural Center,
um die Orang-Utans bei der Fütterung zu beobachten. Schon früh kommen die meisten dieser
Waldmenschen in die Nähe des Fütterungsplatzes und es dauert eine knappe halbe Stunde,
bis sich Orang-Utans und zahlreiche Makaken ihre Früchte geholt haben und sich danach
wieder in den Urwald zurückziehen. Einen empfehlenswerten Film über die Rehabilitation
der Orang-Utans kann man sich im Gebäude des Office ansehen und hier gibt es auch eine
kleine Ausstellung zum ganzen Zentrum.
Für den Nachmittag ist ein Ausflug mit dem Boot über einen tierreichen Fluss geplant.
2,5 Stunden dauert die Anfahrt und es gehen immer wieder starke Schauer nieder. Auf der
Fahrt sieht man wieder die wahnsinnigen Ausmaße der Palmölplantagen. Die Landschaft ist
zwar grün, aber man freut sich richtig, wenn man mal andere Pflanzen als Palmen sieht.
Bei Ankunft am Fluss regnet es wieder heftig und uns bleibt nicht anderes übrig, als im
dachlosen Boot auf unser Regenzeug zu vertrauen. Gleich anfangs sehen wir ein Krokodil und später einige Nasenaffen, die hoch oben in den Bäumen sitzen. An einem Baum am Ufer entdeckt unser Bootsfahrer eine grüne Mamba. Die sind äußerst giftig, aber die Schlange rührt sich nicht. Nachdem der Regen immer stärker wird, treten wir die Rückfahrt an und ärgern uns etwas über das Wetter, auf das im Rest des Urlaubs immer Verlass war. Hier in Sabah müsste eigentlich schon die Trockenzeit begonnen haben, aber wie wir hören, haben sich auch hier durch den Klimawandel die Jahreszeiten etwas verschoben. ÜN Sepilok nach oben |
| 13.02.2008 | Pulau Tiga |
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Heute Morgen fahren wir nach Sandakan und von dort aus geht es per Flugzeug
zurück nach Kota Kinabalu, wo uns endlich wieder besseres Wetter erwartet.
Ab hier beginnt eine zweistündige Fahrt Richtung Süden zum Bootsanleger zur
Insel Pulau Tiga. Nach 20-minütiger Fahrt stehen wir auf der Insel und es ist
wirklich nett hier. Die Insel war vor ein paar Jahren Schauplatz für eine
US-Fernsehserie, bei der Leute hier ausgesetzt und bei ihrem täglichen
"Überlebenskampf" und diversen Spielchen beobachtet wurden. Man kann hier
einigermaßen gut schnorcheln. Die Korallen sind nicht sehr tief und so
verbringen wir den Nachmittag im Wasser. Hinterm Haus des Restaurants gibt es zahlreiche Warane, die sich gut fotografieren lassen. ÜN Pulau Tiga nach oben |
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